Schachverein Seubelsdorf e. V.
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Spielbetrieb - Regionalliga Nord-West


Saison 2018/2019

SV Seubelsdorf I

Mannschaftsführer:
Christian Gebhardt
Tel.: 0152 - 5524 1967
Email: gebhardt-christian@gmx.de

 

Spiellokal:
Myconius-Haus der evangelischen Gemeinde (rechter Hand vor der evangelischen Kirche)
Kronacher Straße 16
96215 Lichtenfels

Es gibt belegte Brötchen und Getränke.

 

Dokumente zum Download:

Spielplan vom SV Seubelsdorf

Mannschaftsaufstellung (Ligamanager)

Merkblatt für alle Spieler

Merkblatt Regeln (siehe im internen Bereich)

 

Alles Weitere aktuell (Mannschaften, Paarungen, Tabelle etc.) hier im Ligamanager.

 

Abschlusstabelle:

 

RangMannschaft 12345678910 MPktBPkt
1. Kronacher SK 1 ** 5 4 5 13 - 5 41,0 - 31,0
2. SK Bad Neustadt 1 ** 6 4 5 13 - 5 40,0 - 32,0
3. SC Bamberg 2 2 ** 5 6 12 - 6 38,0 - 34,0
3. FC Marktleuthen 1 ** 5 12 - 6 38,0 - 34,0
5. TSV Rottendorf 1 ** 5 4 5 6 9 - 9 39,5 - 32,5
6. SpVgg Stetten 1 4 3 ** 9 - 9 35,5 - 36,5
7. SF Sailauf 1 3 3 3 4 ** 3 7 - 11 35,0 - 37,0
8. SV Würzburg 2 2 3 5 ** 5 3 6 - 12 32,0 - 40,0
9. SV Seubelsdorf 1 4 2 3 ** 5 - 13 30,0 - 42,0
10. SC Höchstadt/Aisch 1 3 3 5 ** 4 - 14 31,0 - 41,0

 


 

07.04.2019SoBSB / BVO9. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1 SV Würzburg 2 DWZ ELO - SV Seubelsdorf 1 DWZ ELO 5 - 3
1 2 Eichenauer, Pascal 1830 1858 - 3 Bergmann, Matthias 2049   ½ - ½
2 3 Chen, Jiaoji 1939 1927 - 5 Hofmann, Marko 1973 1917 1 - 0
3 5 Kuhn, Norbert 2000 2081 - 6 Gebhardt, Christian 1882 1884 0 - 1
4 7 Gould, Charles 1919 1999 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1833 1899 ½ - ½
5 10 Nogatz, Falco 1883 1821 - 8 Kolb, Tobias 1841 1876 0 - 1
6 11 Lautenschlager, Gert 1870 1911 - 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1516   1 - 0
7 13 Ziegler, Johannes 1837   - 17 Focsa Lutz, Tudor 1199   1 - 0
8 20 Antimenkov, Valery     - 20 Focsa Lutz, Andrei 943   1 - 0
Schnitt: 1896 1932 - Schnitt: 1654 1894

 

 

Doch kein Tunnel am Ende des Lichts

Seubelsdorf verabschiedet sich aus Regionalliga – Tobias Kolb glänzt in Bestenwertung

Am Ende der Saison lag der Schachverein Seubelsdorf in der Regionalliga Nordwest ganz vorne – mit Tobias Kolb dank seiner enormen Punkteausbeute auf der Bestenliste der einzelnen Spieler.

Auch gab es einzelne glanzvolle Mannschaftsleistungen, unter anderem zwei Siege gegen zeitweilige Tabellenführer und ein ausgekämpftes 4 : 4 gegen den Champion SK Kronach 1.

Meistens rollten die Seubelsdorfer das Feld allerdings aus der falschen Richtung auf und erreichten daher vor der letzten Runde wieder einen der drei Abstiegsplätze. Ein hoher Sieg am letzten Spieltag, dem 7. April, über die bereits als Absteiger feststehende Gastmannschaft SV Würzburg 2 hätte nebst anderen günstigen Rahmenbedingungen noch einen kleinen Tunnel Richtung Klassenerhalt bahnen können.

Am Spitzenbrett spielte Matthias Bergmann zwar zunächst konsequent nach vorne, sah sich dann aber energisch zurückgeworfen und musste daher einer Punkteteilung zustimmen.

Ein einsamer feindlicher Turm versuchte an Brett 3 in die Stellung von Christian Gebhardt vorzudringen. Als Gebhardt diese Schwerfigur angriff und deren eigene Steine es versäumten, sie zu decken, war die Überraschung auf beiden Seiten groß und beim Seubelsdorfer Mannschaftskapitän mit der Freude über einen Punkt verbunden.

Was eine unsterbliche Partie hätte werden können, geriet an Brett 4 zur Unvollendeten: Nach wechselhaftem Verlauf opferte Uwe Voigt reichlich Material, um an den gegnerischen König heranzukommen, und freute sich darüber, seinen Gegner damit zu einem Dauerschach gezwungen zu haben. Erst nach dem Friedensschluss stellte es sich heraus, dass sich die Schachgebote einmal erschöpft hätten und Voigts Mattdrohung dann unabwendbar gewesen wäre.

Ein halber Punkt ging auch an Brett 2 verloren: Carlo Hofmann hatte in bedrängter Stellung einen Patt-Trick vorbereitet. Bei diesem cleveren Manöver unterlief ihm jedoch ein Fingerfehler, und statt mit völlig bewegungsunfähigen Figuren das Remis reklamieren zu können, musste er einen weiteren Zug hin zu einer Verluststellung machen.

An Brett 5 schloss Tobias Kolb seine sensationelle Saison auf würdige Weise ab. Nachdem er zwischendurch am 30. März das zehnte Schweinfurter Jugendrapid mit 6 aus 7 Punkten gewonnen und sich beim Simultanspiel mit dem berühmten deutschen Großmeister Robert Hübner am 6. April in Bindlach als Jugendspieler am längsten gehalten hatte, zeigte er in dieser Partie, dass er auch bei reduziertem Material einen Königsangriff schwungvoll zum Erfolg führen kann. Dank 7 Punkten aus 9 Partien blieb er so, gleichauf mit Dr. Peter Ostermeyer von TSV Rottendorf 1, bester Einzelspieler der Liga.

Der Wettkampf entschied sich nun an den hinteren Brettern allerdings zuungunsten von Seubelsdorf. Zwar wehrte sich Hans-Jürgen Drechsel an Brett 6 hartnäckig in einem schwierigen Endspiel. Ein einziger unbedachter Bauernzug brachte ihm dann aber entscheidenden Nachteil.

An den Brettern 7 und 8 kämpfte das junge Brüderpaar Tudor und Andrei Fosca Lutz tapfer, doch letzten Endes vergebens gegen weitaus erfahrenere Kontrahenten.

Das Endergebnis von 3 : 5 besiegelte für Seubelsdorf den vorletzten Platz und damit den Abstieg aus der Regionalliga.

Bei einer Nachbesprechung bekundete Gebhardt die Hoffnung, in der nächsten Saison noch stärker auf das Potenzial erfahrener und ambitionierter Stammspieler zurückgreifen zu können. Auch neue Spielerinnen und Spieler seien jederzeit willkommen.

Der kometenhafte Aufstieg von Tobias Kolb habe gezeigt, was Vereinsarbeit erreichen könne. Auch von den Erfahrungen in der Regionalliga würde der Verein sicherlich profitieren.

Zur Besprechung spannender Partien und zum Schachtraining an den Spielabenden freitags im Lichtenfelser Myconius-Haus seien alle Interessenten herzlich eingeladen.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

24.03.2019SoBSB / BVO8. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1 SV Seubelsdorf 1 DWZ ELO - SK Bad Neustadt 1 DWZ ELO 4½ - 3½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2314 2300 - 2 Bucur, Oliver 2218 2243 1 - 0
2 2 Michalek, Michal 2137 2145 - 4 Lang, Stefan, Dr. 2061 2094 ½ - ½
3 3 Bergmann, Matthias 2049   - 5 Söder, Thomas 2020 2177 0 - 1
4 5 Hofmann, Marko 1973 1917 - 6 Hofstetter, Hans-Joachim, Dr. 2115 2172 1 - 0
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1833 1899 - 7 Herbst, Christoph 2013   ½ - ½
6 8 Kolb, Tobias 1841 1876 - 9 Weck, Hans 1916   1 - 0
7 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1516   - 11 Markert, Markus 1931 1997 0 - 1
8 12 Mager, Kilian 1588   - 19 Orf, Niklas 1447 1818 ½ - ½
Schnitt: 1906 2027 - Schnitt: 1965 2083  

 

Seubelsdorf meldet sich zurück - Knapper, aber verdienter Sieg gegen Spitzenteam

 

„Warum seid ihr denn so stark?!“ Wenn der Spieler einer auswärtigen Mannschaft dies fragt, ist das in der Regel ein gutes Zeichen für die Heimmannschaft.

So verhielt es sich auch am 24. März beim Match der ersten Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf gegen das Team des SK Bad Neustadt 1, das die Regionalliga Nordwest zwischenzeitlich schon einmal angeführt hatte.

Dabei sah es für die Seubelsdorfer, die vom Tabellenende aus in diese Begegnung gingen, zunächst alles andere als rosig aus.

Denn Matthias Bergmann blieb an Brett 3 mit seinem König in der Brettmitte stecken und musste bald vor den Drohungen kapitulieren, die allenthalben auf ihn einprasselten.

Hans-Jürgen Drechsel ließ sich an Brett 7 zu einer beiderseits verkeilten Bauernformation im Zentrum inspirieren, doch gelang es dem Neustädter als erstem, die so entstehenden Schwächen auszubeuten. Drechsels Gegenangriff drang nicht durch, daher blieb auch ihm nur die Aufgabe.

An Brett 5 konnte Uwe Voigt zunächst zwar starken Diagonaldruck auf den gegnerischen König entfalten. Doch führte er ein wichtiges Manöver zu langsam aus; die sich dadurch bietende Gelegenheit, in ein verflachtes Endspiel abzuwickeln, ergriff sein nominell viel stärkerer Gegner dankbar.

Kilian Mager musste an Brett 8 erleben, dass seine Attacke zurückgeschlagen wurde und ebenfalls nur zu einer Punkteteilung führte.

Aus den verbliebenen vier Partien musste Seubelsdorf dreieinhalb Punkte holen, um noch zu gewinnen, dies schien zunächst aber unerreichbar zu sein.

Tobias Kolb eroberte an Brett 6 zwar frühzeitig durch energisches Spiel die Qualität, doch machte dies der Raumvorteil, dem er seinem Gegenspieler dabei zugestand, mehr als wett.

Carlo Hofmann hatte an Brett 4 nicht mehr als ein ausgeglichenes Endspiel in Aussicht. An Brett 2 kreiselten in der Partie von Michal Michalek zwei Springerpaare auf der Jagd nach den letzten Bauern sinnverwirrend umeinander.

Und am Spitzenbrett fand sich Jürgen Gegenfurtner zuerst in einer beengten Position wieder.

Allmählich begann sich nun das Blatt zu wenden. Kolb schrieb seine Erfolgsgeschichte in dieser Saison fort, indem er doch noch einen Durchbruch am Königsflügel erzielte und dadurch weiteres Material gewann.

Hofmann nutzte eine gegnerische Unachtsamkeit, um einen unaufhaltsamen Freibauern zu etablieren.

Nachdem diese beiden Partien zugunsten von Seubelsdorf entschieden waren, kam es bei Michalek zum absehbaren Friedensschluss, so dass die gesamte Bürde nun auf Gegenfurtner lastete. Zug um Zug befreite er sich und kesselte dafür die feindlichen Figuren ein, gewann eine von ihnen und gebot den letzten Versuchen, noch im Trüben zu fischen, entschieden Einhalt.

 

Jürgen Gegenfurtner am Anfang eines siegreichen Denkmarathons

 

Sein Erfolg besiegelte nach knapp sechs Stunden einen hauchdünnen, aber hochverdienten 4,5:3,5-Sieg für Seubelsdorf.

Mit diesem Kraftakt hat sich Seubelsdorf von ganz unten auf den drittletzten Tabellenplatz vorgearbeitet und damit noch eine Chance auf Klassenerhalt gewahrt.
 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Foto: Kilian Mager

 


 

24.02.2019SoBSB / BVO7. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1 SpVgg Stetten 1 DWZ ELO - SV Seubelsdorf 1 DWZ ELO 5½ - 2½
1 1 Feldheim, Jonas 2135 2093 - 2 Michalek, Michal 2137 2129 ½ - ½
2 2 Amtmann, Florian 2106 2122 - 3 Bergmann, Matthias 2049   1 - 0
3 3 Wurm, Alexander 2099 2121 - 5 Hofmann, Marko 1973 1899 1 - 0
4 4 Roth, Jakob 1943 1883 - 6 Gebhardt, Christian 1882 1906 1 - 0
5 5 Wisheckel, Lena 1909 1818 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1833 1899 ½ - ½
6 8 Deißenberger, Thomas 1885 1966 - 8 Kolb, Tobias 1841 1839 ½ - ½
7 9 Schneider, Johannes 1871 1898 - 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1516   1 - 0
8 11 Deißenberger, Andreas 1797 1911 - 17 Focsa Lutz, Tudor 1217   0 - 1
Schnitt: 1968 1976 - Schnitt: 1806 1934

 

Treppab im Kellerduell

Seubelsdorfer Erste unterliegt Spielvereinigung Stetten mit 2,5:5,5

Sowohl die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf als auch ihr Gastgeber im Auswärtsspiel am 24. 2., das Spitzenteam der Spielvereinigung Stetten (bei Karlstadt), brauchten am drittletzten Spieltag dringend einen Erfolg, um sich vom Tabellenende abzusetzen.

Zunächst lief es ganz gut für die Gäste. Bei seinem zweiten Einsatz in der Regionalliga baute der Seubelsdorfer Jugendspieler Tudor Fosca Lutz am achten Brett langsam, aber gewaltig einen Angriff auf dem Damenflügel auf, dem sein Gegenspieler schließlich nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Sein Altersgenosse Tobias Kolb wehrte am sechsten Brett geduldig eine Attacke auf seinen König nach der anderen ab und konnte zuletzt ein Unentschieden erzielen.

Am fünften Brett ließ sich Uwe Voigt auf Verwicklungen ein, die in beiden Lagern zu Felderschwächen führten und daher ebenfalls in eine Punkteteilung mündeten.

Mit einem ruhigen Aufbau kämpfte Michal Michalek am Spitzenbrett lange Zeit um den Vorteil, der sich in einer geschlossenen Stellung allerdings nicht einstellen wollte. Auch diese Partie wurde daher Remis gegeben.

Noch hofften die Seubelsdorfer darauf, ihren Vorsprung ausbauen zu können. Dies geschah jedoch nicht, vielmehr begann sich das Match für sie nun in die falsche Richtung zu drehen.

Am siebten Brett leistete Hans-Jürgen Drechsel lange Zeit tapfere Gegenwehr, doch allmählich wurde der Druck der feindlichen Übermacht zu stark. Matthias Bergmann gelang es am zweiten Brett nicht, wanderlustige gegnerische Freibauern aufzuhalten.

Am vierten Brett fand Mannschaftskapitän Christian Gebhardt gegen einen ungewöhnlichen Aufbau nicht das richtige Rezept und büßte dadurch sowohl Zeit als auch Material ein.

Nachdem all diese Partien verlorengegangen waren, bemühte sich Marko Hofmann am dritten Brett in einem unvorteilhaften Endspiel lange darum, wenigstens noch einen halben Punkt zu retten. Doch auch diese kosmetische Korrektur wollte nicht glücken.

Der Wettkampf endete mit 2,5:5,5 zuungunsten der Seubelsdorfer, die damit auf den letzten Platz abrutschten.

Als Aufsteiger erst so spät die rote Laterne aufgedrückt zu bekommen ist zwar auch eine Leistung, die Chancen auf einen Klassenerhalt haben sich damit allerdings erheblich reduziert.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 

 


 

03.02.2019SoBSB / BVO6. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1 SV Seubelsdorf 1 DWZ ELO - TSV Rottendorf 1 DWZ ELO 2 - 6
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2314 2300 - 1 Ostermeyer, Peter, Dr. 2281 2402 ½ - ½
2 2 Michalek, Michal 2137 2129 - 3 Königer, Matthias 2041   - - +
3 3 Bergmann, Matthias 2049   - 5 Bobrov, Andrey 2003   0 - 1
4 4 Adamovic, Ivan 1939   - 6 Haasner, Tom 1919 1963 ½ - ½
5 5 Hofmann, Marko 1973 1899 - 7 Schmitt, Günter 1966 2091 ½ - ½
6 6 Gebhardt, Christian 1882 1906 - 8 Kühn, Alexander 1814   0 - 1
7 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1833 1899 - 9 Bardorz, Jana 1707 1722 0 - 1
8 8 Kolb, Tobias 1841 1839 - 12 Bauer, Ottmar 1808 1853 ½ - ½
Schnitt: 1996 1995 - Schnitt: 1942 2006

 

Bei der Aufholjagd gestrauchelt

Wenn im Schach winterliche Verkehrsverhältnisse bei Mannschaftskämpfen überhaupt jemanden begünstigen, dann üblicherweise die Heimmannschaft.

Beim Sechstrundenspiel der Bayerischen Schach-Regionalliga Nordwest waren es aber die Gäste von TSV Rottendorf 1, die beim Match gegen die Seubelsdorfer Erste von glatten Fahrbahnen profitierten: Diese hinderten nämlich das zweite Brett der Seubelsdorfer, Michal Michalek, daran, das Spiellokal im Lichtenfelser Myconiushaus zu erreichen.

Deshalb lagen die Seubelsdorfer von Anfang an einen Punkt im Rückstand.

Die Gastmannschaft verstand es exzellent, den Druck, der daher auf den Gastgebern lastete, noch zu erhöhen.

Am ersten Brett wurde Jürgen Gegenfurtner in eine mehr oder weniger forcierte Dauerschachvariante hineingezwungen. Mit den schwarzen Steinen gilt dies als nicht allzu schlimm –wenn die eigene Mannschaft nicht gerade einem Rückstand hinterherläuft.

Ivan Adamovic kämpfte an Brett 4 um die Initiative im Zentrum und am Königsflügel; ein Gegenstoß auf der Damenseite beeindruckte ihn jedoch so sehr, dass er mit einer Punkteteilung einverstanden war.

Ganz ungewohnt sah sich Marko Hofmann am fünften Brett zeitweilig auf die hintersten beiden Reihen zusammengedrängt. Mit einem Befreiungsschlag vermochte er aber ebenfalls ein Remis herbeizuführen.

Die Seubelsdorfer Aufholjagd fand nun nur noch an vier Brettern statt. Mannschaftskapitän Christian Gebhardt bemühte sich an Brett 6 darum, feindliche Felderschwächen auszubeuten. Darüber vergaß er es jedoch, seinen König rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, und auf dessen verhinderte Rochade folgte zuletzt auch noch das unabwendbare Matt mit Hilfe eines unter Figurenopfer keck vorgestoßenen gegnerischen Bauern.

Eine vierzehnjährige Rottendorfer Spielerin opferte an Brett 7 gegen Uwe Voigt ebenfalls eine Figur, um dessen Monarchen in der Brettmitte festzuhalten. Von so viel jugendlichem Ehrgeiz beeindruckt, konterte Voigt eher kreativ als solide und hatte daraufhin auf der aus Seubelsdorfer Sicht falschen Seite einer Glanzpartie wenigstens nicht lange zu leiden.

Am dritten Brett versuchte Matthias Bergmann, taktische Würze in eine ausgeglichene Stellung zu bringen. Dabei unterlief ihm jedoch ein Fingerfehler. Vor die Wahl gestellt, mattgesetzt zu werden oder Haus und Hof zu verlieren, wählte er ebenfalls das schnellere Ende.

Währenddessen arbeitete Seubelsdorfs Jugendtalent Tobias Kolb am achten Brett zäh daran, wenigstens einen ganzen Zähler für seinen Verein zu sichern. Zuletzt musste er sich aber mit einem Unentschieden zufriedengeben.

Beim Bemühen darum, den kampflosen Punktverlust wettzumachen, war Seubelsdorf damit gestrauchelt und den Rottendorfer Gästen klar mit 6 : 2 unterlegen.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

20.01.2019SoBSB / BVO5. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1 Kronacher SK 1 DWZ ELO - SV Seubelsdorf 1 DWZ ELO 4 - 4
1 2 Becker, Tobias 2091 1963 - 1 Gegenfurtner, Jürgen 2314 2300 1 - 0
2 3 Stauch, Edgar 2051 2207 - 2 Michalek, Michal 2134 2129 ½ - ½
3 5 Becker, Alexander 1972   - 3 Bergmann, Matthias 2049   ½ - ½
4 6 Rebhan, Gilbert 1917 1923 - 4 Adamovic, Ivan 1939   1 - 0
5 7 Lechleitner, Walter 1904   - 5 Hofmann, Marko 1952 1899 0 - 1
6 11 Horther, Heinrich 1934 2258 - 6 Gebhardt, Christian 1909 1906 ½ - ½
7 12 Pfadenhauer, Tobias 1831 1830 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1833 1899 0 - 1
8 13 Herpich, Nico 1822 1686 - 8 Kolb, Tobias 1766 1756 ½ - ½
Schnitt: 1940 1977 - Schnitt: 1987 1981  

 

 

Wenn der vorletzte Fehler die Rettung bringt. Hochspannung im Regionalligaduell Seubelsdorf – Kronach


Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass sich diese beiden ersten Mannschaften das letzte Mal begegneten. Dies wussten die Gastgeber vom Kronacher Schachklub ihren Seubelsdorfer Gästen zu erzählen, die ihnen nunmehr in die Regionalliga gefolgt sind.

In aller Freundschaft wollten die Spieler von SVS 1 nach den Bambergern in diesem Auswärtsspiel noch eine vorne mitspielende Mannschaft bezwingen und sich dadurch weiter vom Tabellenende absetzen. Da sich die Kronacher dagegen mit aller geistigen Macht wehrten, entspann sich ein Duell auf Messers Schneide.

Am zweiten und dritten Brett kam es allerdings wie so oft, wenn das Angriffspotenzial sehr rasch entfaltet werden soll: Es erschöpfte sich genauso schnell. Daher schlossen sowohl Michal Michalek als auch Matthias Bergmann mit ihren Kronacher Spielpartnern alsbald Frieden.

An Brett 7 ließ Uwe Voigt auf verschlungenen Wegen seine beiden Springer nacheinander in die beengte Stellung des Kontrahenten hineingaloppieren. Beim ersten Mal sicherte sich Voigt dadurch das Läuferpaar. Die zweite Springerexkursion verhalf einem freischwebenden Turm dazu, die feindliche Dame mitten auf dem Brett zu erbeuten, was die Partie innerhalb von 20 Zügen zugunsten des Seubelsdorfers entschied.

Mittlerweile lohten die nebeneinanderstehenden mittleren Bretter in einem schachlichen Flächenbrand, der eine Traube von Schaulustigen anzog. Ivan Adamovic und sein Gegenspieler nutzten an Brett 4 entgegengesetzte Rochaden jeweils für einen wuchtigen Königsangriff.

Marko Hofmann ließ an Brett 5 seinen Monarchen gleich in der Brettmitte stehen und versuchte auf der Königsseite durchzubrechen, während er seinen gesamten Damenflügel preisgab. Kurz bevor es dort zu ernsthaften Einbrüchen kommen konnte, durchstieß Hofmann mit seinen Schwerfiguren den Bauernwall, der ihn noch vom gegnerischen Monarchen getrennt hatte, und konnte so punkten. Adamovic hatte inzwischen seinen Vorteil durch einige unentschlossene Züge verloren, und als sein König dazu gezwungen wurde, vor die Verteidigungslinien zu laufen, war dessen Schicksal besiegelt.

An zwei weiteren Brettern wurde nicht minder intensiv gekämpft, auch wenn dort die Waagschalen der Stellungsbewertung nicht so heftig ins Schwanken gerieten. Im Spiel des frischgebackenen oberfränkischen Einzelmeisters U16, Tobias Kolb, brachten an Brett 8 bunt wechselnde Materialkonstellationen keine Seite in Vorteil, so dass ein Remis im Endspiel die logische Konsequenz war.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt opferte an Brett 6 einen Bauern und erhielt dafür freies Spiel auf den offenen Linien des Damenflügels. Schließlich erlangte er seinen Einsatz zurück und kam in eine Position, in der er ungefährdet, allerdings ohne große Erfolgsaussichten weiterspielen konnte.

In dieser Situation, in der Seubelsdorf immer noch mit einem Punkt führte, brachte einem Team der vorletzte Fehler die Rettung.

Am Spitzenbrett hatte Jürgen Gegenfurtner einen Aufmarsch vor seinem König nicht allzu ernstgenommen, geriet jedoch gegen Ende der Partie positionell und von seiner Bedenkzeit her unter Druck. Objektiv gesehen war es also ein Fehler seines Gegners, nun Remis anzubieten, statt seinen Vorteil umzusetzen. Dieser vorletzte Fehler führte allerdings zum letzten jener Begegnung, nämlich dazu, dass Gegenfurtner das Unentschieden ablehnte.

Da er kurz darauf verlor und auch Gebhardt nicht über eine Punkteteilung hinausgekommen war, brachte dies in einer Begegnung, die für sie schon verloren zu sein schien, doch noch ein aus Sicht der Kronacher günstiges 4 : 4.

Für Seubelsdorf wird die weitere Saison genauso spannend wie dieses Match, sind die Abstiegsplätze nun doch wieder etwas näher gerückt.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

16.12.2018SoBSB / BVO4. Runde Regionalliga Nordwest Ligamanager

 

 

1SV Seubelsdorf 1DWZELO-SC Bamberg 2DWZELO4½ - 3½
11Gegenfurtner, Jürgen23142300-2Öhrlein, Thomas210422321 - 0
22Michalek, Michal21342129-3Riemer, Ralf209420891 - 0
33Bergmann, Matthias2049 -4Herrmann, Jens2034 0 - 1
44Adamovic, Ivan1939 -6Wolf, Pablo193219831 - 0
55Hofmann, Marko19521899-7Mikuta, Alexander2002 0 - 1
66Gebhardt, Christian19091906-8Saring, Christoph, Dr.1985 0 - 1
77Voigt, Uwe, Prof. Dr.18331899-9Wagner, Patrick18741827½ - ½
88Kolb, Tobias17661756-18Weinberg, Wladimir1787 1 - 0
Schnitt:19871981-Schnitt:19762032

 

 

Advent, Advent, die Stellung brennt

„Kellerkind“ Seubelsdorf bezwingt Spitzenreiter Bamberg

Die Wochen vor Weihnachten gelten als Zeit des zuversichtlichen Wartens. Führt dies in aller Stille zu Gabeln und Spießen, Fesseln und Schlagen, dann kann es sich um die Hoffnung eines Schachvereins darauf handeln, in der neuen Liga beim letzten Match vor der Weihnachtspause doch noch den ersten Gesamterfolg zu holen.

So erging es der ersten Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf am 16. 12. 2018: Sie empfing zu Hause die Gäste vom SC Bamberg 2. In der vergangenen Saison entschied dasselbe Match über den direkten Aufstieg, den damals die Bamberger sicherstellen konnten.

Mittlerweile führten sie in der Regionalliga Nordwest die Tabelle an, während Seubelsdorf mit einigen Brettpunkten, aber noch ohne Mannschaftspunkt in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war.

Die sehr freundschaftlich durchgeführte Begegnung hatte daher nicht nur den Flair eines Derbys, sondern auch den Reiz eines Duells Spitzenreiter gegen Kellerkind. Die zum ersten Mal in dieser Saison mit Vollbesetzung antretenden Seubelsdorfer wussten, dass sie nichts zu verschenken hatten, und so brannten im oberen Saal des Myconius-Hauses an jenem Adventssonntag nicht drei Kerzen, sondern die Stellungen auf acht Brettern, auf denen es nur einmal zu einer Punkteteilung kommen sollte.

Besonders schnell flogen die Funken dabei an Brett 4: Bei entgegengesetzten Rochaden sicherte sich Ivan Adamovic durch aktives Spiel auf beiden Flügeln bessere Chancen. Sein entnervter Gegner stellte alsbald eine Figur ein, was den Angriff Adamovics nur noch befeuerte und zu seinem raschen Sieg führte.

An Brett 2 wollte Michal Michaleks Opponent mit einer Handvoll Figuren am Königsflügel eindringen. Michalek schlug die schlecht koordinierte Truppe mit leichter Hand zurück und zeigte dann seinerseits, wie ein derartiges Manöver zum Erfolg führt, wenn die Invasoren perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Matthias Bergmann wurde an Brett 3 auf breiter Front eingeengt und büßte noch dazu einen Bauern ein. Ein Figurenopfer brachte ihm nicht die erhoffte Entlastung, dafür aber wenigstens das Ende einer nicht mehr zu haltenden Partie.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt zwang seinen Gegenspieler an Brett 6 immer wieder zu unangenehmen Eingeständnissen. Der daraus resultierende Vorteil begann sich im Endspiel zu verflüchtigen und verkehrte sich mit einem Schlag ins Gegenteil, als Gebhardt eine fatale Springergabel übersah.

Wie in den vorhergehenden Begegnungen war Seubelsdorf also in Führung gegangen, nur um sie gleich wieder abzugeben. Nun zeigte es sich aber, dass die Stammbesetzung dazu fähig ist, in einer solchen Situation das Spiel mit frischer Kraft noch einmal von vorn anfangen zu lassen.

Der Seubelsdorfer Spitzenspieler Jürgen Gegenfurtner beschränkte sein Gegenüber mit einfachen Zügen auf die ersten drei Reihen und fügte ihm positionelle Schwächen zu. Wie er sich aus diesem Griff lösen könnte, fiel dem Bamberger nicht rechtzeitig ein, weshalb Gegenfurtner dank gegnerischer Zeitüberschreitung gewann.

Vorweihnachtlicher Abschluss – Flockenfall nach dem Sieg von Jürgen Gegenfurtner (rechts)

 

Seubelsdorfs Jungstar Tobias Kolb baute am achten Brett eine „Sprungfeder“-Stellung auf, indem er seine Kräfte hinter einem scheinbar schwachen Bauern konzentrierte und ihn dann effektvoll vorpreschen ließ. Dies verwirrte sein Gegenüber so sehr, dass es in Zeitnot die Dame einstellte und aufgab.

Nach einigen Ungenauigkeiten fand sich Uwe Voigt an Brett 7 in einer beengten Stellung wieder. Als der nun zu erwartende Angriff einfach nicht beginnen wollte, konnte Voigt kraftvoll kontern und seinerseits damit beginnen, seinen Gegnern wie ein Weihnachtspaket zu verschnüren. Ein aus der Position der Stärke heraus ergangenes Remisangebot fand dankbare Annahme, was den Sieg für Seubelsdorf sicherstellte.

Dynamisch wie immer hatte Marko Hofmann an Brett 5 Linien am Königsflügel geöffnet und Material für die Initiative gegeben. Sein Opponent benutzte den materiellen Vorteil jedoch kaltblütig, um seinerseits in die Königsstellung einzubrechen. Bis zuletzt wehrte sich Hofmann gegen die nun unabwendbare Niederlage.

Sie änderte nichts daran, dass Seubelsdorf in diesem umkämpften Match mit nur einem Unentschieden seine ersten beiden Mannschaftspunkte in der Regionalliga geholt hat und nach diesem 4,5:3,5-Erfolg gegen Bamberg auf dem siebten Tabellenplatz überwintern kann.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

Foto: Jens Herrmann

 


 

25.11.2018SoBSB3. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

  

1SC Höchstadt/Aisch 1DWZELO-SV Seubelsdorf 1DWZELO4½ - 3½
11Seidel, Peter21332145-2Michalek, Michal213421290 - 1
22Dietze, Sebastian21312204-3Bergmann, Matthias2049 ½ - ½
33Koch, Christian19741996-5Hofmann, Marko19521899½ - ½
44Schwarzmann, Tobias19131981-6Gebhardt, Christian190919061 - 0
55Brunsch, Michael19351947-7Voigt, Uwe, Prof. Dr.18331899½ - ½
66Mönius, Alexander19151853-8Kolb, Tobias176617560 - 1
77Schwarzmann, Holger, Dr.17752087-10Drechsel, Hans-Jürgen1516 1 - 0
88Mönius, Oliver17431814-12Mager, Kilian1588 1 - 0
Schnitt:19392003-Schnitt:18431917 

 

Tiefschlag in Höchstadt

Zu ihrem Auswärtsspiel am Totensonntag fuhr die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf mit der Hoffnung, in der dritten Runde der Regionalliga endlich einmal zu punkten. Galt es doch, gegen die bislang ebenso erfolglosen und sogar noch mit weniger Brettpunkten ausgestattete Erste des SC Höchstadt anzutreten.

Die zwei Seubelsdorfer Topscorer legten gleich einmal gehörig vor: Am Spitzenbrett nahm Michal Michalek zwar ein Gambit an, riss aber mit aktivem Spiel die Initiative an sich und verwehrte es seinem Kontrahenten, in die Stellung einzubrechen. Stattdessen schuf sich Michalek selbst immer mehr Vorposten und siegte schließlich mit einem Turmopfer, das seinen Freibauern unaufhaltsam vorpreschen ließ.

Jugendspieler Tobias Kolb schmetterte an Brett 6 den Versuch, ihn am Damenflügel einzuengen, mit einem klassischen Konter im Zentrum ab, der die gegnerische Stellung verblüffend schnell zusammenbrechen ließ.

Tobias Kolb (links) – souverän auch im „Blindschach“

 

Auch Matthias Bergmann geriet an Brett 2 unter Druck und reagierte kraftvoll. Nachdem beide Seiten in Zeitnot jeweils nicht die beste Fortsetzung finden konnten, einigten sie sich auf ein Unentschieden.

Um den Seubelsdorfer Vorsprung auszubauen, stürzte sich Marko Hofmann an Brett 3 einmal mehr auf den feindlichen König, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste, die durch ein Bauernplus wieder aufgewogen wurden. Dieses reichte im Endspiel jedoch ebenfalls nur zu einer Punkteteilung.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt schien an Brett 4 bloß leichte Schwächen in seiner Stellung verteidigen zu müssen. Auf diese Punkte schossen sich jedoch immer mehr feindliche Figuren ein und erzwangen die Kapitulation, als ein Bauer fiel, der die gesamte Schutzkonstruktion zusammenhielt.

Uwe Voigt wandelte an Brett 5 Positionsdruck in materiellen Vorteil um und wickelte in ein Endspiel ab, in dem sich allerdings die ungleichfarbigen Läufer als unüberwindlicher Remisfaktor entpuppten.

Die Entscheidung fiel nun an den beiden hinteren Brettern: An Brett 7 hatte Hans-Jürgen Drechsel zu viel Material in den Versuch gesteckt, das Heft des Handelns an sich zu reißen.

Ungleiche Rochaden versprachen an Brett 8 ein spannendes Wettrennen im wechselseitigen Königsangriff. Kilian Mager blieb dabei jedoch weitgehend hinter den eigenen Bauernreihen stecken und musste zuletzt ein elegantes Damenopfer annehmen, das ein selten schönes „ersticktes Matt“ zur Folge hatte.

Mit diesen beiden Siegen drehten die Höchstädter das Match noch zu einer 3,5:4,5-Niederlage für ihre Seubelsdorfer Gäste, deren Hoffnungen für die noch junge Saison angesichts des knappen Ausgangs auch an jenem Totensonntag zwar einen Tiefschlag erlitten, doch noch nicht begraben wurden.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Bildquelle: SC Höchstadt

 


 

11.11.2018SoBSB2. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

 

1SV Seubelsdorf 1DWZELO-FC Marktleuthen 1DWZELO3½ - 4½
12Michalek, Michal21342129-1Wilfert, André205921141 - 0
23Bergmann, Matthias2049 -2Kopp, André21332236½ - ½
34Adamovic, Ivan1939 -3Lorenz, Mark206222060 - 1
45Hofmann, Marko19521899-4Kirschneck, Toralf20832088½ - ½
56Gebhardt, Christian19091906-5Reißner, Andreas20102071½ - ½
67Voigt, Uwe, Prof. Dr.18331899-6Stingl, Rene198018910 - 1
78Kolb, Tobias17661756-8Küspert, Helmut193519491 - 0
813Werner, Sebastian1528 -9Deml, Tilo193619120 - 1
Schnitt:18881917-Schnitt:20242058 

 

Spannender Kampf um erste Mannschaftspunkte

Obwohl oder gerade weil die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf in der ersten Regionalligarunde recht deutlich mit einer 2,5:5:5-Auswärtsniederlage „aufgeschlagen“ war, ging es im ersten Heimspiel beim Kampf um ersten Mannschaftspunkte sehr ambitioniert zur Sache. Zwar war die Gastmannschaft, der FC Marktleuthen, mit oberfränkischen Spitzenspielern gespickt, doch ergab sich ein spannendes und sehr enges Rennen um den Erfolg.

Am ersten Brett der Seubelsdorfer sah es zuerst allerdings bedenklich aus, denn es blieb eine halbe Stunde lang unbesetzt. Dann aber kam Michal Michalek doch noch rechtzeitig mehr oder weniger frisch von der Straße zum Zug. Die lange Anfahrt war ihm nicht anzumerken. Vielmehr manövrierte er mit einem verwirrenden Wirbel dreier Schwerfiguren und eines Springers seinen Gegner so geschickt aus, dass dieser zuletzt von selbst in eine entscheidende Gabel lief.

Michal Michalek (vorne rechts) plant die Invasion der gegnerischen Stellung

 

Überaus „cool“ agierte auch Jungspieler Tobias Kolb an Brett 7: Für eine Initiative auf beiden Flügeln ließ er seinen König mitten auf dem Brett stehen und durch ein bedrohlich wirkendes, aber gelassen pariertes Opfer auf den Damenflügel treiben, wo er für einen überlegenen Endspielsieg bestens platziert war.

Matthias Bergmann brach am zweiten Brett zwar auf der Damenseite durch, musste dafür aber auf dem Königsflügel Zugeständnisse machen, was zu einem dynamischen Gleichgewicht und schließlich zum Unentschieden führte.

Nun begann eine Aufholjagd der Gäste: An Brett 8 kämpfte Sebastian Werner vergebens darum, verlorenes Material durch Figurenaktivität wettzumachen. Nach Vereinfachungen musste er sich geschlagen geben.

Uwe Voigt erarbeitete sich an Brett 6 zwar eine schöne Angriffsstellung, grübelte aber über eine gegnerische Finte so lange, dass er erst den Faden und anschließend aufgrund einer Zeitüberschreitung auch noch die Partie verlor.

Um das Blatt wieder zugunsten der Seubelsdorfer zu wenden, versuchte Marko Hofmann an Brett 4 in mehreren Anläufen, seinen Gegenspieler taktisch aus dem Konzept zu bringen. Doch reagierte dieser stets sehr präzise und sorgte zuletzt durch einen Bauernvorstoß für ein unentrinnbares Dauerschach.

Angesichts des Standes von 3:3 wurden an den beiden verbliebenen Brettern Nerven und Bedenkzeit bis zum Äußersten in Anspruch genommen. In der Partie von Mannschaftskapitän Christian Gebhardt kam es an Brett 5 zu der eigenartigen Situation, dass sich beide Seiten in einem damenlosen Mittelspiel mit einer Handvoll Figuren auf den feindlichen König stürzten. Aus den haarsträubenden Verwicklungen ging Gebhardt mit einigen Mehrbauern in ein Turm-Leichtfigur-Endspiel über, in dem ihm sein langschrittiger Läufer zusätzlichen Vorteil zu verschaffen schien.

Am dritten Brett befreite sich Ivan Adamović aus einer beengten Stellung, musste dafür aber riskantes materielles Ungleichgewicht in Kauf nehmen. Er wollte es mit einem Qualitätsofper sogar noch verschärfen, um Siegeschancen zu wahren, übersah dabei aber, dass Turm und Springer des Gegners an einem fatalen Mattnetz gestrickt hatten.

In der Zwischenzeit war Gebhardt in ein reines Turmendspiel geraten und sein Bauernplus hatte sich so stark reduziert, dass er die Punkteteilung nicht mehr abwenden konnte.

Der erste Seubelsdorfer Mannschaftspunkt in der Regionalliga ließ damit zwar noch auf sich warten, war aber mit dem denkbar knappen Ergebnis von 3,5:4,5 schon in greifbare Nähe gerückt.

Bericht und Foto: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

21.10.2018SoBSB1. Runde Regionalliga NordwestLigamanager

  

1SF Sailauf 1DWZELO-SV Seubelsdorf 1DWZELO5½ - 2½
12Zentgraf, Alexander21612154-3Bergmann, Matthias2049 ½ - ½
23Junker, Magnus20512004-5Hofmann, Marko195218991 - 0
34Grod, Andreas20262028-6Gebhardt, Christian19091906½ - ½
46Elbert, Gebhard19101956-7Voigt, Uwe, Prof. Dr.18331899½ - ½
59Oster, Klaus18301899-8Kolb, Tobias17661756½ - ½
610Hasenstab, Robin17661844-10Drechsel, Hans-Jürgen1516 1 - 0
711Karl, Winfried19462057-12Mager, Kilian1588 ½ - ½
812Fäth, Christian17231758-17Focsa Lutz, Tudor1152 1 - 0
Schnitt:19261962-Schnitt:17201865

 

In weiter Ferne so neu: erstes Regionalligaspiel des Schachvereins Seubelsdorf

Seit Jahren hatte die „Erste“ des Schachvereins Seubelsdorf darauf hingearbeitet, aus der Bezirksoberliga aufzusteigen.

Mit dem zweiten Platz schien dieses Ziel in der vergangenen Saison knapp verfehlt worden zu sein, wurde dann aber dank des Rückzugs einer Bindlacher Mannschaft doch noch erreicht. Neu war für die Seubelsdorfer auch die Entfernung, die sie gleich in der ersten Runde zu einem Auswärtsspiel zurücklegen mussten: Erst nach 200 Kilometern war das Ziel erreicht, das Spiellokal der Schachfreunde Sailauf im gleichnamigen Spessartort nahe Aschaffenburg.

Zwar fielen ein für den Transport eingeplantes Auto sowie zuvor schon drei Stammspieler aus, doch all dies konnte die Seubelsdorfer nicht daran hindern, den historischen Moment ihres ersten Einsatzes in der Regionalliga Nordwest zu begehen.

Am Spitzenbrett verpasste Matthias Bergmann eine Gelegenheit dazu, die Initiative zu ergreifen, und musste bald schon in eine Punkteteilung einwilligen.

Dasselbe Ergebnis erzielte Uwe Voigt an Brett 4, indem er einen ungestümen Angriff abwehrte und die ihm dabei zugefügte Bauernschwäche auflöste.

Auch an Brett 5 fand sich Tobias Kolb in einer völlig ausgeglichenen Stellung wieder und schloss daher Frieden.

Zu diesem Zeitpunkt zeichnete es sich schon ab, dass Tudor Fosca Lutz an Brett 8 eine zähe Verteidigung bevorstand.

Zwar führte er sie geschickt, doch strebte Marko Hofmann an Brett 2 um so energischer einen Punkt für Seubelsdorf an. Seine Partie geriet zu einem taktischen Duell auf der Hängebrücke, bei dem Hofmann als erster das Gleichgewicht verlor.

Kilian Mager konnte an Brett 7 nicht dazu beitragen, den Rückstand aufzuholen, da sein Opponent jede Spannung aus dem Spiel nahm, was zu einem Remis führte.

Zum tragischen Helden der Begegnung geriet Hans-Jürgen Drechsel an Brett 6: Durch ein völlig korrektes Figurenopfer errang er kräftige Initiative. In einem Moment der Unachtsamkeit ließ er es jedoch zu, dass die feindliche Dame entscheidend in seine Stellung eindrang.

Nachdem in der Zwischenzeit Fosca Lutz trotz hartnäckigem Widerstand ebenfalls verloren hatte, wies Seilauf 1 nun einen uneinholbaren Vorsprung von drei Punkten auf.

Um wenigstens einen ganzen Zähler für Seubelsdorf zu holen, spielte Mannschaftskapitän Christian Gebhardt an Brett 3 eine Stellung mit interessantem materiellem Ungleichgewicht bis zum Schluss aus, der allerdings nach wechselseitig fintenreichem Spiel ebenfalls in einem Unentschieden bestand.

Zwar ließen sich die ausgeruhten, an den meisten Brettern von der Wertungszahl her überlegenen und bereits ligaerfahrenen Gastgeber letzten Endes also nicht die Butter vom Brot nehmen, doch kam das Endergebnis von 5,5:2,5 zugunsten von Sailauf 1 durch einen spannenden und keineswegs einseitigen geistigen Kampf zustande.

Bericht:
Prof. Dr. Uwe Voigt

 

Klaus Wiemann  | klaus@wiemann-ke.de