Schachverein Seubelsdorf e. V.
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Spielbetrieb - Bezirksoberliga


Saison 2019/2020

SV Seubelsdorf I

Mannschaftsführer:
Christian Gebhardt, VSR
Tel.: 0152 - 5524 1967
Email: gebhardt-christian@gmx.de

 

Spiellokal:
Myconius-Haus der evangelischen Gemeinde (rechter Hand vor der evangelischen Kirche)
Kronacher Straße 16
96215 Lichtenfels

Es werden Getränke angeboten.

 

Dokumente zum Download:

Spielplan vom SV Seubelsdorf (Update: 05.11.2019)

Mannschaftsaufstellung (Ligamanager)

Merkblatt für alle Spieler

Merkblatt Regeln (siehe im internen Bereich)

 

Alles Weitere aktuell (Mannschaften, Paarungen, Tabelle etc.) hier im Ligamanager.

 

 

19.01.2020SoBVO5. Runde Bezirksoberliga: SVS I - PTSV-SK Hof ILichtenfels

 

2 SV Seubelsdorf 1 DWZ - PTSV SK Hof 1 DWZ 4½ - 3½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2323 - 1 Shashkin, Igor 2037 1 - 0
2 2 Kolb, Tobias 2165 - 2 Schindler, Viktor 2071 ½ - ½
3 3 Bergmann, Matthias 2007 - 3 Galstyan, Spartak 1901 0 - 1
4 4 Adamovic, Ivan 1939 - 5 Hilbig, Olaf 1995 1 - 0
5 5 Hofmann, Marko 1944 - 6 Strätker, Sebastian 1920 ½ - ½
6 6 Gebhardt, Christian 1880 - 11 Scheidt, Jörg, Prof. Dr. 1911 1 - 0
7 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1843 - 12 Wüst, Michael, Prof. Dr. 1794 ½ - ½
8 8 Focsa Lutz, Tudor 1330 - 13 Schleupner, Kurt 1764 0 - 1
Schnitt: 1928 - Schnitt: 1924  

 

 

Immer für eine Überraschung gut: Seubelsdorf macht es gegen Tabellenführer spannend

Für die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf ist in dieser Saison offenbar nur sicher, dass nichts sicher ist.

Ein hochrangiger Gegner wurde gleich zu Beginn mit 6,5 : 1,5 „überfahren“; dafür hagelte es in der Folge Niederlagen, die so nicht erwartet worden waren.

In der fünften Bezirksoberliga-Runde mussten die Seubelsdorfer daher als ein Schlusslicht gegen Hof 1 antreten. Ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer wurde viel spannender, als es diese Situation erwarten ließ.

An Brett 5 verpasste Marko Hofmann einen stellungstypischen Vorstoß, wonach eine verfahrene Lage entstand, in der es für beide Seiten nicht viel zu tun gab. Folgerichtig wurde der Punkt geteilt.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt schockierte an Brett 6 mit einem „unmöglichen“ Zug, der bei näherem Hinsehen nicht nur durchaus möglich, sondern auch noch sehr gut war, da er gegnerische Felderschwächen aufdeckte und für entscheidenden Materialvorteil sorgte.

Der Spitzenreiter aus Hochfranken zog allerdings bald wieder gleich: Im Streben nach Initiative hatte sich Matthias Bergmann mit seinen Figuren an Brett 3 zu weit nach vorne gewagt, wo sie sich schutzlos einem Gegenangriff ausgesetzt sahen.

Den Seubelsdorfer Anschlusstreffer erzielte Jürgen Gegenfurtner an Brett 1: Just als dessen Gegner glaubte, ihm eine tückische taktische Grube gegraben zu haben, fiel er selbst auf einen pfiffigen, nicht mehr parierbaren Konter herein.

Würde Tobias Kolb an Brett 2, der schon seit langem jede Ligapartie gewonnen hatte, die Seubelsdorfer Führung ausbauen? Lange sah es danach aus, denn obwohl er auf einen eröffnungstechnisch gut vorbereiteten Gegner gestoßen war, erarbeitete sich Kolb ein aussichtsreiches Endspiel. Darin lief ihm allerdings die Zeit davon, so dass er über ein Unentschieden nicht hinauskam.

Nun versuchten die Hofer druckvoll, das Match doch noch zu drehen. Dementsprechend verlief die Partie an Brett 7 ähnlich einem bekannten Märchen, mit Uwe Voigt in der Rolle des Igels, der mit der passenden Verteidigung immer schon zur Stelle war, wenn sein Kontrahent hasenflink eine Dame-Läufer-Batterie bemühte, um zu einem Königsangriff zu kommen. Anders als in jener Geschichte endete dies nicht mit dem Zusammenbruch der hektischen Seite, sondern nach Abtausch des Angriffspotenzials mit einem Remis.

An Brett 8 verteidigte sich währenddessen Tudor Fosca Lutz zäh in einem Läuferendspiel mit Minusbauern. Er musste sich schließlich aber der Übermacht beugen.

Beim Stand von 3,5 : 3,5 musste die Entscheidung daher an Brett 4 in der Partie von Ivan Adamovic fallen, der sich bis dahin schon einen großen Vorteil erarbeitet hatte. Aufgrund findiger Gegenwehr kam es aber zu einem Handgemenge mit abenteuerlichen Materialverteilungen, in dem jedes Ergebnis des Spiels und damit des Wettkampfs insgesamt möglich erschien. Zeitweise kämpften zwei Türme und drei Bauern gegen einen Turm und zwei Läufer. Zuletzt konnte Adamovic die Partie jedoch wieder unter Kontrolle bringen und einen Bauern gewinnbringend zur Dame befördern.

Die Überraschung, für die Seubelsdorf diesmal gut war, fiel aus seiner Sichtweise also positiv aus: ein knapper, doch verdient erkämpfter 4,5: 3,5-Sieg, der eine dringend nötige Entlastung im Abstiegskampf anbahnt.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

08.12.2019SoBVO4. Runde Bezirksoberliga: SC Waldsassen I - SVS IWaldsassen

 

4 SC Waldsassen 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 5 - 3
1 1 Sprenar, Petr 2216 - 2 Kolb, Tobias 2124 ½ - ½
2 4 Schmid, Michael 2023 - 3 Bergmann, Matthias 2007 ½ - ½
3 8 Skokan, Zdenek 1883 - 5 Hofmann, Marko 1962 0 - 1
4 9 Oppl, Siegfried 1904 - 6 Gebhardt, Christian 1880 ½ - ½
5 10 Fröhlich, Markus 1830 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1843 ½ - ½
6 11 Braunschläger, Uwe 1799 - 8 Focsa Lutz, Tudor 1330 1 - 0
7 12 Burc, Zdenek 1847 - 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1507 1 - 0
8 15 Vogl, Matthias 1539 - 11 Mager, Kilian 1587 1 - 0
Schnitt: 1880 - Schnitt: 1780  

 

Trotz Kraftanstrengung: Seubelsdorfer Erste unterliegt Waldsassen mit 5 zu 3

Das Auswärtsspiel gegen den SC Waldsassen 1 trat die Seubelsdorfer Erste mit einem doppelten Handicap an: Nicht nur war die längste Anfahrt der Saison zu bewältigen; es fehlten darüber hinaus erneut zwei Stammspieler.

Aber auch oder gerade unter diesen Bedingungen kämpften die Seubelsdorfer zäh um jeden Zähler.

So versuchte Matthias Bergmann an Brett 2 mit Schwarz, die Stellung ins Ungleichgewicht zu bringen, um sich Chancen auf einen Vorteil zu wahren. Sein Gegner ging allerdings auf Nummer Sicher und erzwang dadurch eine Punkteteilung.

Im Ringen um Initiative ließen es Tobias Kolb am ersten und Hans-Jürgen Drechsel am siebten Brett zu, dass jeweils eine ihrer Figuren vorübergehend vom Spielgeschehen ausgeschlossen wurde. Bei Kolb handelte es sich dabei um einen Läufer, bei Drechsel sogar um die Dame.

Um eine überlegene Stellung zu erreichen, opferte Tudor Fosca Lutz an Brett 6 einen Bauern nach dem anderen, bis er insgesamt fünf dieser Steine investiert hatte.

An Brett 8 sah sich Mila Gerikan nach ruhigem Auftakt wachsendem Figurendruck ausgesetzt.

Inzwischen entspann sich an Brett 3 ein interessantes Ringen: Marko Hofmann rückte mit seinen Figuren unternehmungslustig voran. Sein Gegner versuchte, die Eindringlinge zurückzuwerfen und ließ seinen König zunächst in der Mitte stehen, um es im Unklaren zu lassen, wohin der Angriff gehen sollte. Schließlich sah er sich aber doch gezwungen zu rochieren, und nach vorübergehendem strategischem Rückzug führte Hofmann einen mustergültigen Mattangriff durch.

Währenddessen beutete Uwe Voigt an Brett 5 Felderschwächen aus und verhinderte so über zwanzig Züge hinweg die vollständige Entwicklung seines Opponenten. Dieser konnte sich nur dadurch befreien, dass er einen gefährlichen Zentralvorstoß zuließ. In beiderseitiger Zeitnot wickelte Voigt zwar in ein vorteilhaftes Dame-Springer-Endspiel ab. Kaum war die Zeitkontrolle überstanden, lief er aber unversehens in ein Dauerschach.

Noch ungünstiger erging es Drechsel, Gerikan und Lutz, die sich nach langer Gegenwehr materieller und positioneller Überlegenheit geschlagen geben mussten.

Um so verbissener bemühte sich Mannschaftskapitän Christian Gebhardt, seine Partie an Brett 4 zu gewinnen. Aus einer überlegenen Stellung heraus erreichte er ein Endspiel mit Läufer und Turm gegen Turm, das aber doch nur einen friedlichen Ausgang gestattete.

Mittlerweile hatte sich Kolb nicht nur freigekämpft, sondern sogar einen Springer gegen einige Bauern gewonnen. Sein Vorteil verwandelte sich mehrfach, aber gerade, als Kolb ein Damenendspiel mit zwei Mehrbauern erreicht hatte, stellte es sich heraus, dass auch er den Schachgeboten der fremden Dame nicht zu entrinnen vermochte.

SVS 1 verlor somit 5:3 und geht nur einen Platz vom Tabellenende entfernt in die Winterpause.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

24.11.2019SoBVO3. Runde Bezirksoberliga: SVS I - FC Nordhalben ILichtenfels

 

3 SV Seubelsdorf 1 DWZ - FC Nordhalben 1 DWZ 3½ - 4½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2323 - 1 Wunder, Horst 2073 1 - 0
2 2 Kolb, Tobias 2125 - 2 Wunder, Stefan 1989 1 - 0
3 5 Hofmann, Marko 1962 - 3 Müller, Sven 1784 0 - 1
4 6 Gebhardt, Christian 1880 - 4 Burgemeister, Wolfgang 1906 0 - 1
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1843 - 5 Scherbel, Hans 1882 ½ - ½
6 8 Focsa Lutz, Tudor 1330 - 6 Schultes, Dieter 1813 ½ - ½
7 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1507 - 7 Stumpf, Hilmar 1742 ½ - ½
8 14 Eslauer, Alexander 1326 - 8 Zimmermann, Frank 1770 0 - 1
Schnitt: 1787 - Schnitt: 1869  

 

 

High Noon für ein Hippo

Seubelsdorfer Erste trotz guter Einzelleistungen glücklos

Nach fulminanter Rückkehr mit einem 6,5:1:5 zum Auftakt lief die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf in den nächsten beiden Runden dem nötigen Quäntchen Glück trotz guter Einzelleistungen hinterher.

Aufgrund des Ausfalls etlicher Stammspieler, von denen einer krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt hatte, kamen die Seubelsdorfer in der zweiten Runde bei einem Auswärtsspiel in Höchstadt an der Aisch in Unterzahl nur zu einem 2,5:5,5. Einen ganzen Punkt holte dabei als einziger Tobias Kolb, dessen Leistungskurve ungebrochen nach oben zeigt.

In der dritten Runde gelang es SVS I im Heimspiel gegen die Erste aus Nordhalben immerhin mit einer kompletten Achtermannschaft anzutreten, auch wenn wieder zwei Stammspieler fehlten.

Dass dies ohnehin keine leichte Aufgabe sein würde, war von vornherein klar, sind die Nordhalbener doch ein sehr beständiges Team, das die Bezirksoberliga schon mehrfach getoppt hat, nicht zuletzt, weil es an den beiden Spitzenbrettern von den beiden überaus erfahrenen Brüdern Horst und Stefan Wunder geleitet wird.

An drei Brettern glich sich das Geschehen auf eigentümliche Weise: Eine Seite griff an, erlangte dadurch positionelle Vorteile, bekam dann aber Angst vor der eigenen Courage, sah drohende Gefahren, wo gar keine waren, und stimmte daher einer vom Gegner dankbar angenommenen Punkteteilung zu.

Bei Uwe Voigt an Brett 5 ereignete sich dies zuungunsten, bei Tudor Fosca Lutz an Brett 6 und bei Hans-Jürgen Drechsel an Brett 7 zugunsten von Seubelsdorf.

Zumindest Voigt hätte seine Partie weiterspielen sollen. Zwar sah es zum Zeitpunkt des Friedensschlusses nicht schlecht für Seubelsdorf aus, aber das sollte sich alsbald ändern.

Marko Hofmann verleitete die feindliche Dame an Brett 3 dazu, auf Bauernjagd zu gehen. Doch versäumte er es, dies für einen entscheidenden Zeitgewinn auszunutzen. Nach einer Abwicklung ins Endspiel war er hoffnungslos unterlegen und musste kapitulieren.

An Brett 3 versuchte Mannschaftskapitän Christian Gebhardt, eine leichte materielle Einbuße wettzumachen, vergrößerte sie aber nach einem Versehen nur noch mehr. Auch er musste sich schließlich einer erdrückenden Übermacht beugen. So befand sich Seubelsdorf unversehens mit zwei Zählern im Rückstand.

In den drei verbliebenen Partien erhöhte sich unterdessen die Schlagzahl, ging es doch gegen 12 Uhr auf die Zeitkontrolle zu, bis zu der 40 Züge absolviert sein mussten.

An Brett 2 hatte es Tobias Kolb mit einem „Hippopotamus“ zu tun. In diesem Eröffnungssystem, das ihm Stefan Wunder vorgesetzt hatte, wagt sich der Schwarze nur mit einigen wenigen Bauern nach vorne und bleibt ansonsten, wie eben so manches Flusspferd, untergetaucht. Wer dagegen zu ungestüm vorgeht, kann leicht vom wuchtigen Gegenschlag überrollt werden. Kolb ließ indessen die Mittagszeit zum High Noon für den Hippo werden: Er drang mit seinen Figuren langsam aber gewaltig in die gegnerische Position ein. Nachdem er Turm gegen Springer gewonnen hatte, sah es kurzfristig danach aus, als sei er dafür zurückgeworfen worden. Mit zwei Kraftzügen machte er sich aber wieder zum Herren des gesamten Brettes und damit erneut zum Sieger in einem Spitzenspiel.

Die beiden noch verbliebenen Partien am ersten und am letzten Brett gerieten zu epischen Schlachten, die sich über die gesamte Spielzeit erstreckten.

An Brett 1 sicherte sich Jürgen Gegenfurtner gegen den zweiten „Wunderbruder“ in einem zähen positionellen Ringen leichte, aber nachhaltige Pluspunkte, nämlich Raumvorteil und das Läuferpaar. Allerdings drohte sein Gegenüber ständig damit, die Stellung endgültig zu verriegeln, was Gegenfurtner stets gerade noch zu verhindern wusste.

Gegen eine Bauernwalze am Damenflügel setzte Alexander Eslauer an Brett 8 darauf, den gegnerischen König in Bedrängnis zu bringen, auch indem er seine eigenen Bauern am Königsflügel nach vorne drückte. Sein Gegenspieler verschaffte sich dabei zwar gefährliche Freibauern, geriet darüber aber in haarsträubende Zeitnot. Nachdem diese überstanden war, blieb dem Seubelsdorfer trotz hartnäckiger Gegenwehr nur die Aufgabe.

Damit war das Match zwar schon entschieden, Gegenfurtner ließ es sich aber nicht nehmen, seine Partie zu einem glanzvollen Ende zu führen. In einer Links-Rechts-Kombination deutete er zunächst einen Einbruch auf dem Königsflügel an, wandte sich dann zur anderen Brettseite, wohin sich der feindliche Monarch inzwischen geflüchtet hatte, öffnete dort eine Linie und gewann nach einem gefälligen Opfer mit einem klassischen sogenannten Epauletten-Motiv: Der König, auf den er es abgesehen hatte, erstickte inmitten seiner eigenen Schwerfiguren.

Die knappe 4,5:3:5-Niederlage gegen einen Favoriten der Liga ließ das Seubelsdorfer Potenzial zwar erahnen, erhöht allerdings den Druck, dieses Potenzial in den nächsten Runden auch zur Geltung zu bringen.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

10.11.2019SoBVO2. Runde Bezirksoberliga: SC Höchstadt/Aisch I - SVS IHöchstadt

 

3 SC Höchstadt/Aisch 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 5½ - 2½
1 1 Seidel, Peter 2103 - 2 Kolb, Tobias 2125 0 - 1
2 3 Brunsch, Michael 1968 - 3 Bergmann, Matthias 2007 ½ - ½
3 4 Mönius, Alexander 1957 - 4 Adamovic, Ivan 1939 ½ - ½
4 5 Koch, Christian 1949 -       + - -
5 6 Schwarzmann, Tobias 1918 - 6 Gebhardt, Christian 1880 1 - 0
6 7 Schwarzmann, Holger, Dr. 1807 - 8 Focsa Lutz, Tudor 1330 1 - 0
7 8 Mönius, Oliver 1831 - 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1507 ½ - ½
8 9 Gorka, Michael 1781 - 17 Kühnberger, Maximilian 1174 1 - 0
Schnitt: 1914 - Schnitt: 1708  

 

 


 

20.10.2019SoBVO1. Runde Bezirksoberliga: SVS I - TSV Kirchenlaibach ILichtenfels

 

4 SV Seubelsdorf 1 DWZ - TSV Kirchenlaibach 1 DWZ 6½ - 1½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2323 - 3 Oschetzki, Stefan 2002 1 - 0
2 2 Kolb, Tobias 2065 - 4 Reichel, Alfred 1952 1 - 0
3 3 Bergmann, Matthias 2007 - 7 Koch, Stefan 1900 1 - 0
4 4 Adamovic, Ivan 1939 - 9 Doleschal, Johannes 1857 ½ - ½
5 5 Hofmann, Marko 1962 - 10 Malzer, Werner 1813 ½ - ½
6 6 Gebhardt, Christian 1880 - 11 Bodenschatz, Josef 1772 ½ - ½
7 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1843 - 13 Andres, Andrei 1743 1 - 0
8 8 Focsa Lutz, Tudor 1330 - 17 Gähler, Friedhart 1591 1 - 0
Schnitt: 1918 - Schnitt: 1828  

 

Ruhmreiche Rückkehr - Die Seubelsdorfer Erste feiert guten Einstand in der Bezirksoberliga

Wirst du als Absteiger demoralisiert gleich nach hinten weitergereicht? Oder kannst du an den Schwung anschließen, der dich in die höhere Liga hinaufgebracht hat, und von den dort gemachten Erfahrungen profitieren? Vor diesen Fragen  stand die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf, die trotz zäher Gegenwehr nach einer Saison in der Regionalliga am 20. Oktober wieder in der Oberliga des Schachbezirks Oberfranken anzutreten hatte.

Noch dazu stand ein Heimspiel gegen die Erste des TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf an, deren erfahrene Kämpen den Seubelsdorfern früher schon manchen Mannschaftspunkt abspenstig gemacht hatten. Immerhin konnte Seubelsdorf diesen erneuten Einstand in voller Stärke wagen – alle Stammspieler waren an ihrem Platz.

Deren Nummer Eins setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen am Spitzenbrett, und noch dazu (wie an allen ungeraden Brettern für Seubelsdorf) mit Schwarz: Fide-Meister Jürgen Gegenfurtner ließ sich von einem wildromantischen Ansturm nicht aus der Ruhe bringen, sondern sammelte kleine Vorteile, bis es sein Kontrahent war, der die Partie in nur 19 Zügen enerviert einstellte.

An Brett 4 spielte Ivan Adamović mit allen Figuren auf ein Tor, nämlich den gegnerischen König, vermochte die gewiefte gegnerische Abwehr aber nicht zu durchbrechen, so dass die Partie schließlich unentschieden endete.

Wie verbissen gekämpft wurde, zeigte sich daran, dass nach drei Stunden Spielzeit nur diese beiden Partien beendet waren, während das Geschehen an den anderen Brettern üppig hin und her wogte.

Im Ringen um Initiative hatte Mannschaftskapitän Christian Gebhardt an Brett 6 einiges an Material gegeben und war froh, sich in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern retten zu können, das eine Punkteteilung erlaubte.

Matthias Bergmann durchbrach an Brett 3 frühzeitig die Symmetrie, die sein Gegenüber ihm aufzwingen wollte. Von einem überraschenden Bauernvorstoß nur vorübergehend aus dem Tritt gebracht, kassierte der Mentor des Seubelsdorfer Schulschachs die Eindringlinge kurzerhand ein und gewann zuletzt mit einer netten Springergabel.

Marko Hofmann erbeutete an Brett 5 zwar mit einer kleinen Kombination einen Bauern. In einer verschachtelten Stellung konnte er diesen Vorteil allerdings nicht verwerten und büßte ihn beim Versuch, die Position zu öffnen, vollends ein, woraufhin die Partie friedlich endete.

Eine Zeitlang sah es so aus, als könnten die Gäste, die schon zwei Punkte zurücklagen, das Match an den hinteren Brettern doch noch drehen.

An Brett 7 geriet Uwe Voigt nach einem positionell riskanten Zug unter Druck. Lutz Tudor Fosca baute sich an Brett 8 langsam, aber zielstrebig im Zentrum und am Königsflügel auf, stieß dort aber auf eine elastische Auffangstellung. Jedoch fügte sich sein Gegner selbst Schwächen zu, an denen er zugrunde ging, nachdem Tudor Fosca auch noch die einzige offene Linie besetzen konnte. Mit energischem Gegenspiel hatte Voigt mittlerweile das Heft des Handelns wieder an sich gerissen und schuf dank dominanter Dame und leichtfüßigem Läuferpaar bei vollem Brett eine Zugzwangstellung, die auch ihm den ganzen Punkt bescherte.

Obwohl die Begegnung schon entschieden war, schöpfte Seubelsdorfs Jungstar am zweiten Brett fast die volle Bedenkzeit aus: Tobias Kolb, fleißigster Punktesammler in der vergangenen Regionalligasaison überhaupt und durch zahlreiche Turniererfolge seit neuestem mit einer Wertungszahl über 2000 versehen, demonstrierte mit der Sicherheit eines Uhrwerks, wie sich ein als schwierig verrufenes vorteilhaftes Turmendspiel auch tatsächlich gewinnen lässt.

Mit einem Gesamtergebnis von 6,5 : 1,5 bei fünf Siegen und ohne Verlustpartie feierte die Seubelsdorfer Erste somit einen gelungenen Neustart in der Bezirksoberliga.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Bildquelle: Christian Gebhardt

 

Klaus Wiemann  | klaus@wiemann-ke.de