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Spielbetrieb - Bezirksoberliga


Saison 2017/2018

SV Seubelsdorf I

Mannschaftsführer:
Christian Gebhardt
Tel.: 0152 - 5524 1967
Email: gebhardt-christian@gmx.de

 

Spiellokal:
Myconius-Haus der evangelischen Gemeinde (rechter Hand vor der evangelischen Kirche)
Kronacher Straße 16
96215 Lichtenfels

Es gibt belegte Brötchen und Getränke.

 

Dokumente zum Download:

Spielplan BVO

Spielplan vom SV Seubelsdorf (Version 22.09.2017)

Mannschaftsaufstellung (Ligamanager)

Merkblatt für alle Spieler (Version 02.09.2017)

Merkblatt Regeln (siehe im internen Bereich)

Ligaheft aus dem Ligamanager

 

Alles Weitere aktuell (Mannschaften, Paarungen, Tabelle etc.) hier im Ligamanager.

 

 

04.02.2018Bezirksoberliga 6. Runde
TSV Kirchenlaibach 1 - SV Seubelsdorf 1  :  4,5 - 3,5
Kirchenlaibach

 

3 TSV Kirchenlaibach 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 4½ - 3½
1 1 Singer, Reiner 2067 - 2 Michalek, Michal 2081 0 - 1
2 3 Oschetzki, Stefan 2000 - 3 Bergmann, Matthias 2053 ½ - ½
3 4 Reichel, Alfred 1970 - 4 Adamovic, Ivan 2058 1 - 0
4 7 Koch, Stefan 1886 - 5 Gebhardt, Christian 1857 ½ - ½
5 8 Lederer, Gerd 1769 - 6 Hofmann, Marko 1924 0 - 1
6 9 Bodenschatz, Josef 1825 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1835 1 - 0
7 10 Doleschal, Johannes 1807 - 8 Kolb, Tobias 1661 ½ - ½
8 15 Schulz, Siegfried 1715 - 9 Drechsel, Hans-Jürgen 1552 1 - 0
Schnitt: 1879 - Schnitt: 1877  

 

Kleiner Crash am Rand der Rollbahn: Seubelsdorf 1 verliert knapp gegen Kirchenlaibach 1

„Fliegerschänke“ – das Spiellokal von Kirchenlaibach 1 hält, was sein Name verspricht, liegt es doch gleich unterhalb eines Flugtowers und blickt durch seine großen Fenster auf eine weite Rollbahn. Deren Betrieb ruhte allerdings am winterlichen Morgen des 4. Februars, als die Seubelsdorfer Erste vor dieser beeindruckenden Kulisse zu einem Auswärtsspiel antrat.

Die Gastgeber erschienen vollzählig und ordnungsgemäß aufgestellt. Anders als im Spiel gegen die schärfste Konkurrenz der Seubelsdorfer in dieser Saison, den SC Bamberg 1868 2, sollte es also schon einmal kein kampfloses 0:8 zu Lasten der Kirchenlaibacher geben.

Ganz im Gegenteil spielten sie gegen den frischgebackenen Tabellenführer unbefangen auf und gingen früh in Führung: Hans-Jürgen Drechsel (Brett 8) musste bald so viele Felderschwächen verwalten, dass er spielentscheidendes Material einbüßte.

Den Anschlusstreffer für Seubelsdorf erzielte Marko Hofmann (Brett 5), der einmal mehr seinen Kontrahenten mit einem kompromisslosen Königsangriff in die Knie zwang.

Als ob ihn der Hofmannschen Figurenwirbel dazu angeregt hätte, brachte Ivan Adamovic (Brett 3) ebenfalls ein frühzeitiges Materialopfer und erreichte damit großen positionellen Vorteil und unwiderstehliche Initiative – allerdings auf der Seite seines Gegenspielers, der dann auch rasch den Vorsprung für Kirchenlaibach wiederherstellte.

Noch schien die Situation auf den übrigen Brettern jedoch für die Gäste zu sprechen. Obwohl der Seubelsdorfer Schüler Tobias Kolb (Brett 8) den feindlichen Monarchen mit einem Bauernsturm in die Brettmitte getrieben hatte und noch über einige Möglichkeiten verfügte, stimmte er daher doch einem Remisangebot zu.

In einer taktisch hochexplosiven Stellung übersahen sowohl Matthias Bergmann (Brett 2) als auch sein Kirchenlaibacher Spielpartner jeweils vielzügige Gewinnkombinationen; das Unentschieden auch in dieser Begegnung kam daher höherer Gerechtigkeit gleich.

„Upps“ – mit diesem Ausruf endete die Partie von Uwe Voigt (Brett 6). Er löste das Problem seiner mittlerweile beengten und materiell nachteiligen Stellung auf die schnellste, wenn auch aus Seubelsdorfer Sicht ungünstigste Weise, indem er bei einem Ausbruchsversuch in ein einzügiges Matt lief.

Nun konnten nur zwei Siege in den beiden letzten laufenden Partien wenigstens noch ein Mannschaftsremis retten.

Spitzenspieler Michal Michalek bewahrte die Hoffnung für sein Team: Mit einer perfekten Einkesselungsstrategie verhalf er seinen Schwerfiguren zur völligen Herrschaft über die vorletzte Reihe, auf der sie dann siegbringend über den gegnerischen König herfielen.

Würde es Mannschaftskapitän Christian Gebhardt (Brett 6) zu guter Letzt gelingen, seine Siegesserie (5 aus 5) fortzusetzen? Mit titanischer Anstrengung versuchte Gebhardt, genau dies zu tun. Er kämpfte sich aus einer leicht beengten Position frei, baute dann sogar selbst wachsenden Druck auf und schickte immer neue Angriffswellen los. Dabei musste er aber zunehmend vereinfachtes Material in Kauf nehmen. Kurz vor dem Ende der Gesamtspielzeit stellte sich die Punkteteilung in einem Bauernendspiel als unvermeidlich heraus; Kirchenlaibach 1 hatte mit 4,5 : 3,5 denkbar knapp gewonnen.

 

Dem Höhenflug als frischgebackener Tabellenführer folgte für Seubelsdorf damit ein kleiner Crash: der Rückfall auf Platz 2.

Denn Bamberg bezwang in der gleichen Runde Mitfavorit Nordhalben und eroberte dank besserer Brettpunktzahl, zu der die Kirchenlaibacher nun auf doppelte Weise beigetragen haben, den Spitzenplatz zurück.

Da die direkten Begegnungen von Seubelsdorf mit Bamberg und Nordhalben noch bevorstehen, bleibt es in der Liga hochspannend.

Foto und Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

21.01.2018Bezirksoberliga 5. Runde / Beginn: 09.00 Uhr
SV Seubelsdorf 1 - SF Kirchenlamitz 1 :  6,5 - 1,5
Lichtenfels

 

4 SV Seubelsdorf 1 DWZ - SF Kirchenlamitz 1 DWZ 6½ - 1½
1 2 Michalek, Michal 2081 - 1 Heimerl, Detlev 1948 ½ - ½
2 3 Bergmann, Matthias 2053 - 2 Langheinrich, Christian 1958 ½ - ½
3 5 Gebhardt, Christian 1857 - 3 Koeppel, Hermann 1885 1 - 0
4 6 Hofmann, Marko 1924 - 4 Artamonow, Sergej 1857 1 - 0
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1835 - 10 Gnichtel, Wolfgang 1650 1 - 0
6 8 Kolb, Tobias 1661 - 17 Wittich, Andreas 1445 ½ - ½
7 9 Drechsel, Hans-Jürgen 1552 - 19 Raithel, Ernst 1294 + - -
8 10 Schmidt, Hartmut 1659 - 20 Dütz, Maria   + - -
Schnitt: 1827 - Schnitt: 1719  

 

 

Mit weißer Weste ganz nach vorne:
Seubelsdorf siegt gegen geschwächte Kirchenlamitzer und übernimmt dank Michelauer Schützenhilfe Tabellenführung

Die Winterpause der Bezirks-Oberliga verbrachte die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf auf dem zweiten Platz, vom SC 1868 Bamberg 2 nur um einige Brettpunkte überboten, die sich noch dazu einem kampflosen Mannschaftssieg des bisherigen Tabellenführers verdankten.

Umso gespannter ging es in das erste Treffen des neuen Jahres, auch oder gerade, weil die unter Personalnot leidenden Kirchenlamitzer Gäste nur zu sechst eintrafen: In der vergangenen Saison war es den Seubelsdorfern einmal nicht gelungen, in gleicher Überzahl einen Wettkampf zu gewinnen.

Aus Erfahrung klug geworden, nahmen die Gastgeber die Situation nicht auf die leichte Schulter. Zwar erhielten Hartmut Schmidt und Hans-Jürgen Drechsel ihre Punkte kampflos; an den übrigen Brettern knisterte es dafür jedoch geradezu vor Konzentration.

Der Seubelsdorfer Schüler Tobias Kolb durchlebte an Brett 6 Höhen und Tiefen; zuletzt musste sich sein Gegner ins Dauerschach flüchten, wodurch die Partie mit einem fairen Remis endete.

 

In ungebrochenem Stellungsgleichgewicht musste sich auch Matthias Bergmann an Brett 2 mit einem Unentschieden begnügen.

Marko Hofmann ging an Brett 4 wie gewohnt am Königsflügel und im Zentrum ohne Rücksicht auf Verluste vor – die sich aber gar nicht einstellten, da sein Opponent dem starken Druck nicht gewachsen war und kapitulierte.

 

Die kleinsten, aber durchaus wichtigen Steine hatten es Uwe Voigt diesmal besonders angetan: An Brett 5 demolierte er zunächst die Struktur der gegnerischen Bauern, um dann zwei von ihnen einzuheimsen und die feindlichen Truppen mit einem eigenen eleganten Bauernzug völlig lahmzulegen, wonach der Gewinn nicht mehr lange auf sich warten ließ.

 

Uwe Voigt: scharfer Blick für schwache Bauern!

 

Christian Gebhardt setzte am dritten Brett die Seubelsdorfer Siegesserie fort: Mit einem dynamischen Zentrumskonter gewann er eine Figur für einen Bauern und setzte diesen Materialvorteil überzeugend um.

Am Spitzenbrett versuchte sich Michal Michalek an einer eigentlich aus dem Boxen bekannten Rechts-Links-Kombination: Einer Attacke auf der Königsseite folgte ein Invasionsversuch auf dem anderen Flügel. Doch wurde jede Initiative pariert und der Punkt daher schließlich geteilt.

 

Der 6,5:1,5-Endstand gab zu erkennen, dass dieser Sieg trotz zweier geschenkter Brettpunkte aus eigener Kraft errungen wurde.

Nach fünf Runden behält somit Seubelsdorf 1 als einzige Mannschaft in dieser Liga eine weiße Weste, wozu die ebenfalls beachtliche Einzelleistung des Mannschaftskapitäns Christian Gebhardt (5 aus 5) beigetragen hat.

 

Auch dank der Michelauer Schützenhilfe haben die Seubelsdorfer mit diesem Sieg noch dazu die Tabellenführung übernommen und Bamberg um zwei Mannschaftszähler distanziert.
 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Uwe Voigt

Fotos: Christian Gebhardt und Hans-Jürgen Drechsel

 


 

10.12.2017Bezirksoberliga 4. Runde
TSV Bindlach Aktionär 3 - SV Seubelsdorf 1 :  3 - 5
Bindlach

 

2 TSV Bindlach Aktionär 3 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 3 - 5
1 3 Opitz, Benjamin 1947 - 2 Michalek, Michal 2109 0 - 1
2 4 Mühlbayer, Kevin 1984 - 3 Bergmann, Matthias 2053 0 - 1
3 5 Benner, Viktor 1902 - 5 Gebhardt, Christian 1857 0 - 1
4 6 Pesch, Werner, Prof. Dr. 2090 - 6 Hofmann, Marko 1863 1 - 0
5 8 Horn, Alexander 1647 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1835 0 - 1
6 9 Steffan, Klaus 1727 - 8 Kolb, Tobias 1711 ½ - ½
7 11 Thiem, Heinz 1703 - 12 Wiemann, Vanessa 1311 1 - 0
8 20 Dederer, Alexej 1604 - 18 Focsa Lutz, Tudor 1046 ½ - ½
Schnitt: 1825 - Schnitt: 1723

 

Oberfränkische Schulschachmeister verstärken Seubelsdorfer „Erste“

Am 10. 12. musste die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf bei ihrem Auswärtsspiel gegen TSV Bindlach Aktionär 3 gleich auf zwei Stammspieler verzichten.

Dafür traten an den drei hinteren Brettern Mitglieder des Teams an, das eine Woche zuvor ebenfalls in Bindlach für das Meranier-Gymnasium Lichtenfels die Oberfränkische Schulschachmeisterschaft gewonnen und sich für die bayerische Ebene qualifiziert hatte.

Drei Seubelsdorfer Meisterschüler

Zum ersten Mal spielte dabei Tudor Focsa Lutz für SVS 1. Am achten Brett wies er alle Attacken souverän zurück, baute ein ehrfurchtgebietendes Zentrum auf und erzwang aus einer Position der Stärke die Punkteteilung.

Tobias Kolb erreichte an Brett 6 bei verschachtelten Bauernketten ebenfalls mühelos ein Unentschieden.

Zwar hatte sich Vanessa Wiemann an Brett 7 nach zähem Ringen der gegnerischen Erfahrung zu beugen. Doch holte diese junge Truppe damit insgesamt einen wertvollen Zähler für Seubelsdorf, und das in einer Begegnung, die bei aller Freundschaft von großem Kampfgeist geprägt war – keine weitere Partie sollte friedlich enden.

Matthias Bergmann vergrößerte den Seubelsdorfer Vorsprung an Brett 2 auf unorthodoxe Weise. Er tat etwas, vor dem er als erfahrener Schachtrainer sonst immer warnt: mit der Dame an deren eigenem Flügel auf Bauernjagd zu gehen. Seine geschickte Verteidigung am Königsflügel und ein gut getimter Konter im Zentrum sorgten dafür, dass sein Gegenspieler daraus keinen Vorteil ziehen konnte, sondern unmittelbar vor dem eigenen Matt kapitulieren musste.

 

Am Spitzenbrett schuf sich Michal Michalek mit genial einfachen Mitteln einen weit vorgeschobenen Außenposten, gewann dadurch einen Bauern und wickelte schließlich in ein gewonnenes Endspiel ab, in dem sein Läufer den gegnerischen Springer nach Belieben beherrschte.

An Brett 3 gab Christian Gebhardt frühzeitig Material her, um seine Figuren drohend am Königsflügel aufzustellen. Dadurch büßte die feindliche Stellung jeglichen Zusammenhalt ein, so dass die Investitionen mit Zins und Zinseszins siegbringend zurückflossen.

Uwe Voigts Opponent fühlte sich an Brett 5 durch leichten positionellen Druck zu immer heftigeren Besänftigungsopfern provoziert. Zugleich versuchte Marko Hofmann an Brett 4, sich bei leichtem Stellungsvorteil, allerdings unter Zeitdruck, auf taktische Weise einen unaufhaltsamen Freibauern zu verschaffen. Während Voigt schließlich zu einer Umwandlung kam und dadurch gewann, wurde Hofmanns Bauernpionier ein Feld vor dem Ziel abgefangen, wonach sich sein Spiel nicht mehr halten ließ.

Am Seubelsdorfer Gesamtsieg konnte dieser Anschlusstreffer indessen nicht mehr rütteln:

Mit einem Ergebnis von 5 : 3 und damit weiterhin einem Platz an der Tabellenspitze in der Tasche ließ sich die Rückfahrt durch das inzwischen völlig verschneite Oberland doppelt genießen.
 

Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

26.11.2017BVOBezirksoberliga 3. Runde
SV Seubelsdorf 1 - SK Weidhausen 1
Lichtenfels

 

5 SV Seubelsdorf 1 DWZ - SK Weidhausen 1989 1 DWZ 4½ - 3½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2309 - 1 Großhans, Ralf-Michael 2154 1 - 0
2 2 Michalek, Michal 2109 - 2 Günther, Rüdiger 2077 1 - 0
3 3 Bergmann, Matthias 2053 - 3 Carl, Thomas 1877 ½ - ½
4 4 Adamovic, Ivan 2058 - 4 Knauer, Olaf 1796 ½ - ½
5 5 Gebhardt, Christian 1857 - 5 Dehler, Jürgen 1736 1 - 0
6 6 Hofmann, Marko 1863 - 6 Gärtner, Marc, Dr. 1718 ½ - ½
7 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1835 - 7 Hempfling, Herbert 1689 0 - 1
8 8 Kolb, Tobias 1711 - 8 Schillig, Gert 1847 0 - 1
Schnitt: 1974 - Schnitt: 1861  

 

Seubelsdorf 1 gegen Weidhausen: Prestigeduell mit Zitterpartien

In der dritten Runde der Schach-Bezirksoberliga 2017/2018 drehte sich das Heimspiel der Seubelsdorfer Ersten gegen SK Weidhausen 1989 1 um mehr als bloß die nackten Punkte.

Die Weidhausener wollten ihre Niederlagenserie gegen den Gastgeber beenden und beweisen, dass sie vor zwei Jahren verdientermaßen an seiner Stelle aufgestiegen waren.

Die Seubelsdorfer wiederum hatten es nicht vergessen, dass ihnen damals wegen ihrer Beteiligung an einer Spielgemeinschaft die Regionalliga trotz Tabellenführung verwehrt blieb und der Aufstieg, da der Vize Nordhalben dankend verzichtet hatte, an die im direkten Vergleich geschlagenen, zuletzt aber lachenden Drittplatzierten aus Weidhausen ging.

Nachdem diese aus eigener Kraft gleich wieder abgestiegen waren, ging es für beide Mannschaften im erneuten Duell daher auch um jede Menge Prestige. Angesichts dessen gelang es Seubelsdorf zum ersten Mal in dieser Saison, in Bestbesetzung anzutreten.

Nichtsdestotrotz schien zunächst alles für die Gäste zu sprechen. Zwei gefürchtete Seubelsdorfer Angriffsspieler, Matthias Bergmann an Brett 3 und Marko Hofmann an Brett 6, wurden rasch ausgekontert und mussten jeweils einer Punkteteilung zustimmen.

Noch schlimmer kam es an den hinteren Brettern: Tobias Kolb übte an Brett 8 zwar mit einem Springervorposten lästigen Druck aus, ließ sich aber in Zeitnot entscheidendes Material abnehmen.

An Brett 7 manövrierte sich Uwe Voigt mit einem ungesunden Mix aus übereifrigen und übervorsichtigen Zügen selbst ins Aus.

Zu diesem Zeitpunkt schien Mannschaftskapitän Christian Gebhardt an Brett 5 keine ausreichende Kompensation für sein unternehmungslustiges Opferspiel zu bekommen, und an Brett 4 musste Ivan Adamovic zwei Minusbauern verwalten.

Gerade in dieser brenzligen Lage zeigte sich die Klasse der Seubelsdorfer Spieler an den ersten beiden Bretter, die es mit Spitzenleuten des Bezirks zu tun hatten: Seinen Gegner an Brett 2 schloss Michal Michalek hinter dessen eigenen Bauernketten ein und verhinderte jegliches Gegenspiel, indem er mit seinen Figuren die wenigen freien Passagen in der Stellung dominierte und schließlich über schwache Felder einsickerte. Einen letzten verzweifelten Durchbruchsversuch münzte er energisch zu seinen Gunsten um. Mit perfekt getakteten Springermanövern überspielte Jürgen Gegenfurtner am Spitzenbrett seinen Opponenten, der sich deshalb auf ein dubioses Bauernwettrennen einließ und dabei übersah, dass sein König unterwegs ins Matt lief.

Mittlerweile war es Adamovic gelungen, sich in ein remisliches Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zu retten und sein Gegenüber von der Sinnlosigkeit weiterer Gewinnversuche zu überzeugen.

Da nun beide Mannschaften 3,5 Punkte besaßen, lastete die gesamte Verantwortung auf den Schultern von Gebhardt. Seine Materialopfer hatten sich mehr als bezahlt gemacht: Er nannte in einem Turm-Leichtfiguren-Endspiel nun zwei von drei Freibauern sein eigen und es gelang ihm, den feindlichen Damenkandidaten zu stoppen.

Würde der Seubelsdorfer Mannschaftsführer einen der zahlreichen Wege einschlagen, die in derartigen Stellungen zur Punkteteilung führen? Sollte er gar noch einer der vielen denkbaren Finten zum Opfer fallen? Oder könnte es ihm gelingen, die Weidhausener Blockade siegbringend zu umspielen?

Diese Fragen fanden erst gegen Ende der Gesamtspielzeit eine Antwort. Kurz darauf brandete spontaner Jubel auf, als Gebhardt freudestrahlend den Seubelsdorfer Analyseraum betrat und als „Matchwinner“ tituliert wurde.

 

Ivan Adamovic (rechts) und Christian Gebhardt (links) glänzten im Endspiel (Archivbild: Uwe Voigt)

Dank diesem ebenso knappen wie verdienten 4,5:3,5-Sieg über eine Mannschaft mit Regionalliga-Erfahrung bleibt Seubelsdorf zusammen mit SC 1868 Bamberg 2 an der Spitze der Bezirksoberliga.

Prof. Dr. Uwe Voigt

 

Alles Weitere ist hier im Ligamanager ersichtlich.

 


 

12.11.2017BVOBezirksoberliga 2. Runde
SK Michelau 1 - SV Seubelsdorf 1
Michelau

 

1 SK Michelau 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 3 - 5
1 1 Breithut, Kurt-Georg 2137 - 2 Michalek, Michal 2109 0 - 1
2 2 Schaller, Edgar 1945 - 3 Bergmann, Matthias 2053 ½ - ½
3 3 Schüpferling, Andreas 1928 - 4 Adamovic, Ivan 2058 0 - 1
4 4 Grüner, Gert 1888 - 5 Gebhardt, Christian 1857 0 - 1
5 5 Häggberg, Markus-Peter 1813 - 6 Hofmann, Marko 1863 0 - 1
6 6 Zerr, Benjamin 1745 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1835 1 - 0
7 7 Stammberger, Bernd 1772 - 9 Drechsel, Hans-Jürgen 1552 1 - 0
8 8 Schüpferling, Alfons 1683 - 15 Mager, Kilian 1589 ½ - ½
Schnitt: 1863 - Schnitt: 1864  

 

 


 

22.10.2017BVOBezirksoberliga 1. Runde / Beginn: 09.00 Uhr
1. FC Marktleuthen 2 - SV Seubelsdorf 1 : 3,5 - 4,5
Marktleuthen

 

Hochspannung zum Auftakt


Seubelsdorfer Erste gewinnt wechselhaftes Auftaktspiel gegen Aufsteiger

 

51.FC Marktleuthen 2DWZ-SV Seubelsdorf 1DWZ3½ - 4½
11Deml, Tilo1886-2Michalek, Michal21090 - 1
22Hientz, Werner1905-3Bergmann, Matthias2053½ - ½
36Stingl, Karlheinz1852-4Adamovic, Ivan20581 - 0
47Brückner, Jürgen1747-5Gebhardt, Christian18570 - 1
58Rotsching, Udo1804-6Hofmann, Marko18630 - 1
69Laustsen, Karl-Johan1765-7Voigt, Uwe, Prof. Dr.18360 - 1
710Hoffmann, Thomas1743-9Drechsel, Hans-Jürgen15521 - 0
811Rahn, Manfred1656-11Werner, Sebastian14841 - 0
Schnitt:1794-Schnitt:1851 

 

In der ersten Runde der Schach-Bezirksoberliga 2017/2018 hatte die erste Mannschaft des Schachverein Seubelsdorf beim Aufsteiger 1. FC Marktleuthen 2 anzutreten.

Spannung herrschte dabei schon vor dem ersten Zug: Würde ein einzeln anreisender, verspäteter Seubelsdorfer Spitzenspieler noch innerhalb der Karenzzeit ankommen? Nachdem eine noch rechtzeitige Ankunft die Mannschaft aufatmen ließ, wurde es auch auf den Brettern hochspannend.

Matthias Bergmann suchte an Brett 2 mit Schwarz eine kompromisslose Auseinandersetzung, erreichte dabei aber ein Endspiel, in dem sich die Schwerfiguren gegenseitig neutralisierten und so die Punkteteilung erzwangen.

An Brett 7 kam Hans-Jürgen Drechsel weder richtig in die Eröffnung hinein noch schadlos aus ihr heraus und musste daher frühzeitig kapitulieren.

An zwei Brettern entwickelte sich das Geschehen daraufhin nach der Maxime „Besser spät als nie“: Marko Hofmann entwickelte an Brett 5 erst im 14. Zug seinen Königsspringer mit Schachgebot auf ein Feld, auf dem er von einem gegnerischen Bauern geschlagen wurde und so die tödliche Linie für den Angriff auf den in die Brettmitte gescheuchten gegnerischen Monarchen öffnete.

 

Der späte Springer fängt den König. Marko Hofmann (links vorne) beim Rösselzug mit Knalleffekt

 

An Brett 6 brachte Uwe Voigt erst im zehnten Zug ein Bauernopfer, das üblicherweise viel früher geschieht. Nebst einer mehrzügigen Springerpirouette verwirrte dies seinen Mitspieler so, dass er entscheidendes Material verlor.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt musste sich an Brett 4 mit feindlichen Figuren herumschlagen, die tief in seine Stellung eingedrungen waren. Sein König erwies sich dabei als überaus wanderlustig, indem er fast die gesamte h-Linie erst hinauf- und dann wieder herabspazierte. So  ließ er den Angriff ins Leere laufen, was Gebhardt ebenfalls erdrückendes materielles Übergewicht bescherte.

Auch an zwei vorderen Brettern glichen sich die Ereignisse: Michal Michalek an Brett 1 sowie der am dritten Brett spielende Ivan Adamovic versuchten jeweils, Vorposten hinter verkeilten Bauernketten zu etablieren. Michal gelang es nach zähem Ringen, mit Hilfe eines unaufhaltsam vorpreschenden Freibauern zu gewinnen. Adamovic übte erst auf dem Königsflügel großen Druck aus und setzte anschließend auf Figurenaktivität im Endspiel. In einer hektischen Phase, die mit der Zeitkontrolle nicht endete, stellte sich die Partie jedoch auf den Kopf, so dass eine bevorstehende Bauernumwandlung Adamovic keinen Sieg, sondern eine Niederlage brachte.

Der Seubelsdorfer Schüler Sebastian Werner konnte an Brett 8 zwar eine Figur gewinnen, musste sich dafür aber dreier verbundener Freibauern erwehren. Diese Aufgabe, die auch für erfahrene Spieler schwierig ist, meisterte er über längere Zeit hinweg exzellent, musste sich zuletzt aber doch geschlagen geben.

So kam es in freundlicher und zugleich kämpferischer Atmosphäre zu einem denkbar knappen, aber verdienten 4,5:3,5-Erfolg für die Seubelsdorfer Erste.

Bericht und Foto: Prof. Dr. Uwe Voigt

 

Klaus Wiemann  | klaus@wiemann-ke.de