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Spielbetrieb - Bezirksoberliga


Saison 2016/2017

SV Seubelsdorf I

Mannschaftsführer:
Kilian Mager, Judenstraße 8, 96049 Bamberg
Tel.: 0175 / 480 50 40
Email: mager.kilian_svs@web.de

 

Spiellokal:
Myconius-Haus der evangelischen Gemeinde (rechter Hand vor der evangelischen Kirche)
Kronacher Straße 16
96215 Lichtenfels
Tel: 09571 / 2077 (Pfarramt)
Es gibt belegte Brötchen und Getränke.

 

Dokumente zum Download:

Spielplan BVO

Spielplan vom SV Seubelsdorf

Mannschaftsaufstellung (update 14.03.2017)

Merkblatt für alle Spieler

Merkblatt Regeln

Ligaheft aus dem Ligamanager

 

Alles Weitere aktuell (Mannschaften, Paarungen, Tabelle etc.) hier im Ligamanager.

 

Abschlusstabelle (02.04.2017):

 

Bezirksoberliga

2016/2017

 

RangMannschaft 12345678910 MPktBPkt
1. FC Nordhalben 1 ** 4 4 5 6 6 14 - 4 43,0 - 29,0
2. SC Höchstadt/Aisch 1 4 ** 4 5 8 12 - 6 44,5 - 27,5
3. TSV Kirchenlaibach 1 ** 0 4 4 7 4 11 - 7 38,0 - 34,0
4. SF Kirchenlamitz 1 8 ** 10 - 8 43,0 - 29,0
5. SK Michelau 1 4 4 ** 5 2 10 - 8 36,5 - 35,5
6. SV Neustadt b. Coburg 1 3 ** 5 5 10 - 8 35,0 - 37,0
7. TSV Bindlach Aktionär 3 4 4 6 3 ** 4 8 9 - 9 36,5 - 35,5
8. SV Seubelsdorf 1 3 3 1 4 ** 5 9 - 9 36,0 - 36,0
9. SC Waldsassen 1 2 3 0 ** 4 3 - 15 22,5 - 49,5
10. SK Presseck 1 2 0 4 3 4 ** 2 - 16 25,0 - 47,0

 

 


 

02.04.2017Bezirksoberliga - 9. und letzter Spieltag
SV Seubelsdorf I - SV Neustadt/Coburg I
Lichtenfels

  

 SV Seubelsdorf 1 DWZ - SV Neustadt b. Coburg 1 DWZ 3½ - 4½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2324 - 1 Bauer, Leon 1915 ½ - ½
2 3 Bergmann, Matthias 2026 - 2 Müller, Torsten 1882 1 - 0
3 5 Gebhardt, Christian 1925 - 3 Kreiling, Eduard 1912 0 - 1
4 6 Hofmann, Marko 1873 - 4 Wagner, Norbert 1902 ½ - ½
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1862 - 5 Götz, Dieter 1776 ½ - ½
6 9 Kolb, Tobias 1584 - 6 Luthardt, Hans 1717 0 - 1
7 10 Schmidt, Hartmut 1656 - 7 Weber, Dietmar 1710 ½ - ½
8 12 Drechsel, Hans-Jürgen 1525 - 8 Eber, Helmut 1625 ½ - ½
Schnitt: 1846 - Schnitt: 1804

 

 

Ein fast furioses Finale

Seubelsdorf strauchelt in der letzten Runde gegen Neustadt

In einem denksportlichen Kraftakt sondergleichen hievte sich die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf in der Bezirksoberliga mit vier Mannschaftssiegen in Folge vom letzten Platz auf eine Position, die nach oben wie nach unten alles offen ließ.

Die Anspannung vor dem Heimspiel in der letzten Runde am 2. April war schon deshalb groß. Noch dazu fehlten gegen das ebenso konstant wie stark agierende Team SV Neustadt bei Coburg berufsbedingt drei Stammspieler.

Die Gäste zeigten sich zunächst ambitioniert: An Brett 3 zog Mannschaftskapitän Christian Gebhardt auf der Suche nach Kompensation für einen Bauern zu oft mit der gleichen Figur und geriet dadurch rasch in ein tödliches Abzugsschach.

Ganz so furios ging der Finalkampf jedoch nicht weiter. Uwe Voigt reagierte an Brett 5 auf einen gekünstelten Weißaufbau ebenfalls verspielt. Das Gleichgewicht blieb somit gewahrt und die Partie endete mit einem Remis.

An Brett 7 verzeichnete Hartmut Schmidt zwar zeitweilig zwei Minusbauern, erreichte durch aktives Gegenspiel aber auch die Punkteteilung.

Hans-Jürgen Drechsel willigte an Brett 8 ebenfalls in eine Punkteteilung ein, nachdem sich eine schwer durchschaubare Materialverteilung ergeben hatte.

Genau eine solche Konstellation erstrebte Marko Hofmann an Brett 4. Sein Königsangriff stieß jedoch auf eine elastische Abfangstellung, so dass auch hier Frieden geschlossen wurde.

Den Anschlusstreffer erzielte Matthias Bergmann am zweiten Brett. Er beseitigte systematisch jeden feindlichen Stein, der sich zwischen ihn und den gegnerischen König stellte, bis sein Angriff unwiderstehlich wurde.

Auch der Seubelsdorfer Spitzenspieler Jürgen Gegenfurtner mühte sich redlich darum, sein Team in Führung zu bringen. Er nahm Bauernschwächen für dynamisches Spiel in Kauf, landete aufgrund gelassener Konter aber in einem Endspiel, in dem er über ein Unentschieden nicht hinauskommen konnte.

An Brett 6 geriet Tobias Kolb auf beiden Flügeln unter positionellen Druck und vermochte sich auch durch ein Qualitätsopfer nicht freizukämpfen. Vielmehr ebnete die Materialeinbuße den Weg für einen spielentscheidenden feindlichen Freibauern.

Ein Seubelsdorfer Sieg hätte eine theoretische Aufstiegsmöglichkeit bedeutet, da Spitzenreiter Nordhalben bereits signalisiert hatte, nach wie vor lieber in der Bezirksoberliga bleiben zu wollen. Auf dem Weg nach oben strauchelt Seubelsdorf nun aber mit einer denkbar knappen 3,5:4,5-Niederlage in der Schlussrunde.

Zusätzlich benachteiligt durch drei Spielabsagen anderer Vereine wird Seubelsdorf in dieser Saison letztlich Achter in einem Zehnerfeld, allerdings mit komfortablem Vorsprung vor den beiden Abstiegsplätzen.

Die gute Nachricht lautet daher: Seubelsdorf bleibt in der Liga. Die schlechte Nachricht lautet ebenso. Hatten die Seubelsdorfer doch schon in der vorherigen Spielzeit das Potenzial zu einem Aufstieg bewiesen, der ihnen nur aufgrund der inzwischen aufgelösten Spielgemeinschaft mit Michelau verwehrt blieb.

Der nächsten Saison darf daher schon gespannt entgegengesehen werden.

 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

 


 

19.03.2017Bezirksoberliga - 8. Spieltag
SK Michelau I - SV Seubelsdorf I
Michelau

 

 SK Michelau 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 2½ - 5½
1 1 Beier, Klaus 2024 - 1 Gegenfurtner, Jürgen 2324 0 - 1
2 2 Schaller, Edgar 1942 - 2 Adamovic, Ivan 2133 1 - 0
3 3 Schüpferling, Andreas 1914 - 3 Bergmann, Matthias 2026 0 - 1
4 4 Grüner, Gert 1897 - 4 Schulze, Harald 2082 0 - 1
5 5 Häggberg, Markus-Peter 1807 - 5 Gebhardt, Christian 1925 0 - 1
6 6 Stammberger, Bernd 1763 - 6 Hofmann, Marko 1873 1 - 0
7 7 Zerr, Benjamin 1701 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1862 0 - 1
8 8 Schüpferling, Alfons 1664 - 8 Mager, Kilian 1597 ½ - ½
Schnitt: 1839 - Schnitt: 1977  

 

Dramatisches Denksport-Derby

Michelau und Seubelsdorf kämpfen um Anschluss an Tabellenspitze

 

Nach diesem Derby darbten Denksportfreunde am Obermain eine Dekade lang: Erstmals seit Auflösung ihrer Spielgemeinschaft traten am 19. März eine Michelauer und eine Seubelsdorfer Mannschaft zum Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze in der Bezirksoberliga und auch um einen eventuellen Aufstieg in die Regionalliga gegeneinander an. Die beiden Teams schenkten sich dabei nichts: Nur eine von acht Partien endete unentschieden. Bei aller Freundschaft zwischen beiden Vereinen gestaltete sich das Match teilweise dramatisch.

So unterliefen zwei versierten Verbandsspielern aus Seubelsdorfer Sicht fatale Fingerfehler: An Brett 6 verlor Marko Hofmann frühzeitig drei Bauern an Bernd Stammberger, wehrte sich zwar noch bis ins Endspiel hinein, musste sich aber schließlich der Übermacht geschlagen geben.

Noch schlimmer erging es Ivan Adamovic am zweiten Brett gegen Edgar Schaller: Was als Qualitätsopfer das gegnerische Zentrum sprengen sollte, beendete prompt die Partie als Damenverlust, da Adamovic übersehen hatte, dass ein keck vorgedrungener gegnerischer Springer ebenfalls seine mächtigste Figur bedrohte.

Wie in dieser Saison insgesamt, so arbeiteten sich die Seubelsdorfer auch in dieser Begegnung trotz anfänglicher Schwierigkeiten wieder nach vorne.

Den ersten Punkt erzielten sie am Spitzenbrett in einem Duell zweier amtierender oberfränkischer Meister: Durch einen ruhigen Aufbau verlockte Schnellschachchampion Jürgen Gegenfurtner den Einzelmeister in klassischer Bedenkzeit dazu, seine beiden Springer ins Abseits zu manövrieren. Daraufhin entfaltete Gegenfurtner so starken Druck am Königsflügel, dass Klaus Beier zur Besänftigung entscheidendes Material einbüßen musste.

Gerne hätte auch der Seubelsdorfer Mannschaftskapitän Kilian Mager am achten Brett einen ganzen Zähler beigesteuert. Alfons Schüpferling wählte jedoch als Weißer ein von vornherein auf Ausgleich abzielendes System; obwohl sich Mager darum bemühte, das Spiel zu komplizieren, kam er über die Punkteteilung nicht hinaus.

Markus Häggberg, der an Brett 5 für Michelau spielte, hatte demgegenüber durch Remisangebote seinen Friedenswillen erkennen lassen – jedoch vergeblich. Auf beiden Flügeln überspielt, glaubte er zuletzt, durch ein Zwischenschach eine Figur zu gewinnen. Doch auch in diese Grube fiel ihr Gräber selbst hinein: Just als Häggberg das Material einstrich, konterte Christian Gebhardt mit einem eigenen raffinierten Schachgebot, das ihn auf die Siegerstraße brachte.

An Brett 7 engte der Seubelsdorfer Uwe Voigt die Position von Benjamin Zerr schrittweise ein, bis diesem noch acht legale Züge zur Verfügung standen, die aber alle den sofortigen Untergang bedeuteten.

 

Taktische und strategische Scharmützel wechselten sich am dritten Brett ab. In einem Schaukampf der Schwerfiguren war dabei zuletzt die Herrschaft über die offene Linie und die siebte Reihe ausschlaggebend, die Matthias Bergmann für Seubelsdorf gegen Andreas Schüpferling erzielt hatte.

Matthias Bergmann behält den Durchblick

 

Ein zähes Ringen am vierten Brett beendete die Begegnung: Der Michelauer Gert Grünert hatte eine Figur gegen drei Bauern gegeben, um am Königsflügel und im Zentrum zu attackieren. Durch besonnene Verteidigungszüge wendete Harald Schulze das Blatt indessen langsam, aber sicher zu seinen Gunsten.

Härter erkämpft, als die nackten Zahlen es verraten, lässt dieser 5,5:2,5-Sieg Seubelsdorf auf einen mit Michelau geteilten vierten und fünften Tabellenplatz vorrücken, von dem aus in der abschließenden Ligarunde noch einiges möglich sein könnte.
 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Bildquelle: Markus Häggberg

 


 

19.02.2017Bezirksoberliga - 7. Spieltag
SV Seubelsdorf I - SK Presseck I
Lichtenfels

 

 SV Seubelsdorf 1 DWZ - SK Presseck 1 DWZ 5 - 3
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2324 - 1 Komprda, Pavel 2040 ½ - ½
2 2 Adamovic, Ivan 2133 - 2 Machacek, Otakar 2062 1 - 0
3 4 Schulze, Harald 2082 - 3 Strahl, Jiri 2038 0 - 1
4 5 Gebhardt, Christian 1925 - 4 Kylar, Miroslav 1855 1 - 0
5 6 Hofmann, Marko 1873 - 5 Baar, Reinhard, Dr. 1793 1 - 0
6 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1862 - 6 Dohlus, Alexander 1734 ½ - ½
7 8 Mager, Kilian 1597 - 7 Tesching, Jürgen 1569 ½ - ½
8 9 Kolb, Tobias 1584 - 13 Stralka, Martin 1304 ½ - ½
Schnitt: 1922 - Schnitt: 1799  

 

 

Seubelsdorf 1 verfestigt Aufwärtstrend im Heimspiel gegen SK Presseck
 


Im Heimspiel von Seubelsdorf 1 gegen den SK Presseck ging es am 19. 2. 2017 für beide Teams um viel: Den Gäste bot sich eine der letzten Chancen, die rote Laterne abzugeben, und die Gastgeber wollten sich nach mauem Saisonauftakt und dann zwei Siegen in Folge von den Abstiegsplätzen distanzieren.

Die Begegnung begann aus Seubelsdorfer Sicht vielversprechend: Ivan Adamovic aktivierte an Brett 2 all seine Figuren in Windeseile auf bestmögliche Weise. Dabei erhielt er mehr Material zurück, als er zunächst in eine wilde Königsjagd investiert hatte, und siegte ebenso schnell wie souverän mit einem Mehrturm. Das Töchterchen, das Adamovic zum Match mitgenommen hatte, freute sich darüber, den Papa so rasch wieder für sich zu haben.

 

An Brett 5 ging Marko Hofmanns Gegner mit seiner Dame auf Bauernjagd und verlor dabei wertvolle Zeit. Diese nutzte der Seubelsdorfer dazu, mit immer neuen taktischen Schlägen den feindlichen König im Zentrum festzuhalten. Zuletzt musste sich dessen zuvor so beutegierige Gemahlin opfern, um das sofortige Matt abzuwenden. Aber auch damit war Hofmanns Initiative nicht zu bremsen.

Eine Dame auf Abwegen – Marko Hofmann gefällt das

 

Angesichts dieser beiden glanzvollen Erfolge gab Uwe Voigt an Brett 6 trotz leichter Positionsvorteile am Damenflügel einem Remisangebot statt, schien sich seine Mannschaft doch unaufhaltsam auf der Siegesstraße zu befinden.

In der Zwischenzeit hatte Jürgen Gegenfurtner am Spitzenbrett die Bauernstruktur am Königsflügel aufgelockert, so dass sich hier der nächste Königsangriff anzubahnen schien, während Harald Schulze sich an Brett 3 anschickte, in einem festgefahrenen Zentrum reiche Ernte zu halten.

Daher gab sich auch Mannschaftskapitän Kilian Mager, der an Brett 7 einen Bauern für einen aussichtsreichen Aufmarsch in der Brettmitte ins Geschäft gesteckt hatte, mit einem Unentschieden zufrieden.

Als eine wertvolle Stütze der Mannschaft erwies sich einmal mehr Jungspieler Tobias Kolb an Brett 8: Er lehnte ein frühes Friedensangebot ab, um seinen Kontrahenten mit druckvollem Figurenspiel anzugehen. Erst als dieser mit einer flexiblen Auffangstellung reagierte, wurde der Punkt geteilt.

Mittlerweile hatte sich das Blatt an Brett 3 jedoch gewendet und Schulze verlor die Partie nach einer unerwarteten Aktion am Königsflügel. Gegenfurtner musste den Abtausch wichtiger Angriffsfiguren zulassen, mühte sich aber weiter darum, Positionsvorteile zu verwerten.

Die so doch noch aufgekommene Spannung löste sich schließlich an Brett 4: Mit geduldigem Flügelspiel und geschickten Abtauschmanövern führte Christian Gebhardt unversehens ein elementar gewonnenes Bauernendspiel und damit den Mannschaftssieg herbei.

So konnte das zähe Ringen am ersten Brett friedlich ausklingen und mit dem 5:3 einen kleinen Hattrick für Seubelsdorf 1 besiegeln.
 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Foto: Kilian Mager

 


 

05.02.2017Bezirksoberliga - 6. Spieltag
SC Waldsassen I - SV Seubelsdorf I
Waldsassen

 

 SC Waldsassen 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 1½ - 6½
1 3 Schmid, Michael 2029 - 1 Gegenfurtner, Jürgen 2324 0 - 1
2 4 Skokan, Zdenek 1930 - 2 Adamovic, Ivan 2133 1 - 0
3 5 Oppl, Siegfried 1890 - 3 Bergmann, Matthias 2026 ½ - ½
4 6 Stech, Vladimir 1852 - 4 Schulze, Harald 2082 0 - 1
5 7 Fröhlich, Markus 1859 - 5 Gebhardt, Christian 1925 0 - 1
6 8 Wurzer, Georg 1714 - 6 Hofmann, Marko 1873 0 - 1
7 9 Braunschläger, Uwe 1744 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1862 0 - 1
8 14 Vogl, Matthias 1577 - 9 Kolb, Tobias 1584 0 - 1
Schnitt: 1824 - Schnitt: 1976

 

In weiter Ferne so erleichtert: Seubelsdorf 1 mit hohem Auswärtssieg gegen Waldsassen



Für die Attraktivität des Schachbezirks Oberfranken spricht es, dass in ihm auch auswärtige Vereine mitwirken – wie etwa der SC Waldsassen aus der Oberpfalz. Gegen dessen erste Mannschaft hatte die Seubelsdorfer Erste am 5. 2. auswärts zu spielen und musste dabei einen Weg antreten, der fern hinter die Mainquellen führte. Dieser Weg, der weiteste in der Saison, lohnte sich durchaus, denn nach spannendem Kampf kam ein hoher Sieg zustande.

 

Die Richtung gab dabei Harald Schulze an Brett 4 vor: Mit einer bizarren Eröffnung konfrontiert, sicherte er gelassen das Zentrum und entlarvte einen gegnerischen Angriffsversuch als bloßen Aktionismus. Seine ruhige Hand konnte bald darauf ersatzlos einen Läufer und damit einen frühen Sieg einstreichen.

 

An Brett 7 konzentrierte Uwe Voigt all seine Figuren auf den Königsflügel. Als der Gegenspieler dies für eine günstige Gelegenheit hielt, auf der anderen Brettseite Material zu gewinnen, öffnete Voigt mit einem Springeropfer die Schleusen für einen unwiderstehlichen Angriff.

Matthias Bergmann hatte sich an Brett 3 ebenfalls eine Gewinnstellung erarbeitet. Ein Fingerfehler im Endspiel ließ die Partie jedoch zu einem Unentschieden verflachen.

 

Wenig später feierte Jürgen Gegenfurtner einen fulminanten Einstand als Seubelsdorfer Spitzenspieler: In einem dynamischen damenlosen Mittelspiel plante er stets einen Schritt weiter, vereitelte jegliches Gegenspiel und strickte schließlich an der Schwelle zum Endspiel ein lückenloses Mattnetz.

 

Spannung kam noch einmal auf, als Ivan Adamovic an Brett 2 in unklarer Stellung kampflustig ein Remisangebot ablehnte und kurz darauf ebenfalls eine unabwendbare Mattkombination gestartet wurde, diesmal jedoch auf Waldsassener Seite.

„Jetzt liegt alles an den Jungen!“, kommentierte ein Stammspieler die so entstandene Situation.

Würden Christian Gebhardt und Marko Hofmann, kaum dem Schülerstatus entwachsen, sowie der Schüler Tobias Kolb aus den restlichen drei Partien wenigstens den für einen Sieg nötigen Punkt holen? Dieses Trio hielt dem Druck nicht nur stand, sondern ließ ihn auf seine Gegner zurückwirken und übererfüllte jene Hoffnung bei weitem: Gebhardt beendete das Spiel an Brett 5 elegant, indem er ein vernichtendes Schach mit einem ungedeckten Springer bot, der auf zwei verschiedene Weisen, aber jeweils nicht ohne verheerende Konsequenzen geschlagen werden konnte. An Brett 7 gelang es Kolb, leichten Positionsdruck abzustreifen und dabei materiellen Vorteil zu erlangen, den er im Endspiel gegen einen erfahrenen Kontrahenten souverän verwertete. Hofmann befreite sich aus einer Blockadestellung und schickte zu guter Letzt Freibauern ins Rennen, denen nichts mehr entgegenzusetzen war.

Damit kam SVS 1 zu einem 6,5:1,5 Sieg und konnte die Heimreise erfreut und erleichtert antreten: In einer Runde, die das Feld insgesamt kräftig durcheinandergeschüttelt hat, ist mit diesem zweiten Mannschaftssieg in Folge der Anschluss an das Mittelfeld gelungen.

 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

Foto: Christian Gebhardt

 


 

15.01.2017Bezirksoberliga - 5. Spieltag
SV Seubelsdorf I - SF Kirchenlamitz I
Lichtenfels

 

 SV Seubelsdorf 1 DWZ - SF Kirchenlamitz 1 DWZ 4½ - 3½
1 3 Bergmann, Matthias 2026 - 1 Seidel, Peter 2098 1 - 0
2 4 Schulze, Harald 2082 - 2 Langheinrich, Christian 1936 0 - 1
3 5 Gebhardt, Christian 1925 - 3 Heimerl, Detlev 1875 0 - 1
4 6 Hofmann, Marko 1873 - 4 Koeppel, Hermann 1873 1 - 0
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1862 - 7 Rogler, Markus 1856 0 - 1
6 8 Mager, Kilian 1597 - 9 Hertrich, Werner 1782 1 - 0
7 9 Kolb, Tobias 1584 - 10 Gnichtel, Wolfgang 1684 ½ - ½
8 12 Drechsel, Hans-Jürgen 1525 - 12 Dütz, Maximilian 1637 1 - 0
Schnitt: 1809 - Schnitt: 1842  

 

Schachkrimi mit Happy End: Seubelsdorf 1 bezwingt Kirchenlamitz in spannendem Heimduell

 

Zwei heimische Vereine gaben am 15. Januar ein gutes Beispiel für pfleglichen Umgang zwischen Frischgetrennten: Auch nach Auflösung der Spielgemeinschaft stellte der Schachverein Seubelsdorf der ersten Michelauer Mannschaft hilfsbereit sein Vereinslokal für ein beiderseitiges Heimspiel zur Verfügung. So konnten die Michelauer einen Schachkrimi verfolgen, den SVS 1 mit den Gästen aus Kirchenlamitz erlebte. Beide Teams schenkten sich nichts, vielmehr folgte ein Anschlusstreffer auf den nächsten, so dass der Wettkampf bis zuletzt vor Spannung knisterte.

 

Den Punktereigen läuteten die Gäste ein: An Brett 4 ließ sich Christian Gebhardt durch einen passiven gegnerischen Aufbau dazu verleiten, die Bauern vor seinem König allzu forsch vorrücken zu lassen. Alsbald nutzten feindliche Truppen die so entstandenen Strukturlücken für einen erfolgreichen Mattangriff.

 

Mannschaftskapitän Kilian Mager bereitete seine Initiative an Brett 6 etwas geduldiger vor und konnte mit starkem Figurendruck spielentscheidenden Materialgewinn erzielen

 

Die Partie an Brett 3 steuerte Marko Hofmann allen Beschwichtigungsversuchen zum Trotz in ein taktisches Fahrwasser, in dem sein entfesselter Springer nahezu im Alleingang das investierte Material mit siegbringenden Zinsen wieder hereinholte.

 

Harald Schulze brachte an Brett 2 eine imposante Bauernwalze am Damenflügel ins Rollen, machte dafür aber Zugeständnisse im Zentrum und am Königsflügel. Dies führte zu einem unangenehmen Damenbesuch nebst Materialverlusten und unsicherer Königsstellung, so dass diese Partie und damit die Führung für SVS 1 verlorenging.

 

Hans-Jürgen Drechsel stellte sie an Brett 8 wieder her: Im Geist der Schachromantik opferte er munter und lag zeitweise einen ganzen Turm zurück, konnte aber dank seiner überlegenen Entwicklung ein Endspiel mit Dame und zwei Mehrbauern gegen ein Turmpaar erreichen und souverän gewinnen.

 

„Entschuldigen Sie, wenn ich mich freue!“ – „Dafür ist das Spiel ja da!“ Mit diesem Dialog endete die Partie von Uwe Voigt. In bedrängter Stellung hatte er einen Springer für zwei Bauern und vage Aussichten auf einen Königsangriff gegeben. Als seine Initiative schwand und in Zeitnot noch mehr Material abhandenkam, verübelte Voigt seinem Spielpartner die Freude über einen glücklichen Sieg nach wechselhaftem Kampf keineswegs.

 

Damit hatte Kirchenlamitz wieder gleichgezogen; der ganze Druck lastete auf den letzten beiden laufenden Partien.

Sein abgeklärtes dynamisches Positionsspiel brachte dem Seubelsdorfer Schüler Tobias Kolb an Brett 7 zeitweise zwei Mehrbauern. Allerdings geriet er in ein kompliziertes Endspiel, das auch für erfahrenere Spieler eine Herausforderung dargestellt hätte, und musste schließlich das einzige Unentschieden in diesem Wettkampf zulassen.

 

Entschieden wurde er durch ein episches Duell am ersten Brett: Matthias Bergmann gelang es, einen in seine Stellung eingebrochenen Springer wieder zu vertreiben. Dabei gewann er Material, musste nun aber die gegnerischen Schwerfiguren aus ihren offensiven Stellungen verdrängen. Nachdem ihm dies glückte, war ihm der ganze Zähler nicht mehr zu nehmen.

 

Zuletzt freuten sich daher die Seubelsdorfer über ein kämpferisch erreichtes 4,5:3,5 – den ersten Mannschaftssieg und damit eventuell die Trendwende in einer bisher nicht optimal verlaufenen Saison.

Die Nachbesprechung dieser Begegnung findet am Freitag, dem 20. 1. 2017, um 19 Uhr im Lichtenfelser Myconius-Haus (Kronacher Str. 16) statt. Auch Nichtmitglieder sind dazu herzlich eingeladen.

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt

Fotos: Markus Häggberg

 


 

04.12.2016Bezirksoberliga - 4. Spieltag
FC Nordhalben I - SV Seubelsdorf I
Nordhalben

 

 FC Nordhalben 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 5 - 3
1 1 Wunder, Horst 2083 - 2 Adamovic, Ivan 2133 0 - 1
2 2 Wunder, Stefan 2058 - 3 Bergmann, Matthias 2026 ½ - ½
3 3 Scherbel, Hans 1897 - 5 Gebhardt, Christian 1925 ½ - ½
4 4 Burgemeister, Wolfgang 1964 - 6 Hofmann, Marko 1842 1 - 0
5 5 Schultes, Dieter 1836 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1860 0 - 1
6 6 Müller, Sven 1759 - 8 Mager, Kilian 1597 1 - 0
7 7 Stumpf, Hilmar 1785 - 15 Werner, Sebastian 1343 1 - 0
8 8 Zimmermann, Frank 1754 - 17 Werner, Elvira 1214 1 - 0
Schnitt: 1892 - Schnitt: 1742

 

Seubelsdorf 1 gegen Nordhalben 1: (k)ein Wintermärchen

 

Eine Kellermannschaft reist zum Tabellenführer und stürzt ihn mit einem sensationellen Sieg vom Thron.

 

 

Das ist ein Stoff, aus dem die Sportmärchen sind. Das Auswärtsspiel der ersten Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf beim Spitzenreiter FC Nordhalben 1 verlief jedoch aus Sicht der Gäste trotz der reizend mit Reif verzierten Naturkulisse nicht gerade märchenhaft.

 

Dabei war der Auftakt durchaus vielversprechend. Christian Gebhardt opferte an Brett 3 zwei Bauern für Initiative. Als diese zu versanden drohte, ließ sich noch ein Unentschieden herbeiführen.

Kurz darauf brachte Ivan Adamovic SVS 1 am Spitzenbrett mit einer spektakulären Kurzpartie sogar in Führung: Er konnte sich beträchtlichen Entwicklungsvorsprung sowie mächtige Vorposten für seine Figuren sichern. Dies ermöglichte eine Serie von klassischen Opfern, die den Spielpartner angesichts der düsteren Alternative von Matt oder Damenverlust zur Aufgabe bewegten.

 

Um Angriff bemühte sich auch Mannschaftskapitän Kilian Mager an Brett 6. Der Bauernkeil, den er auf die gegnerische Königsstellung zutrieb, erstarrte jedoch zu einer Mauer, hinter der seine Figuren wenig ausrichteten und ihrerseits zu Zielscheiben wurden, was letztlich die Partie kostete.

An Brett 8 positionierte sich Elvira Werner eindrucksvoll im Zentrum, übersah jedoch eine fatale Fesselung und musste trotz tapferer Gegenwehr kapitulieren.

Ihr Sohn Sebastian stürzte sich ein Brett weiter vorne mit allem, was er hatte, auf den gegnerischen König. Seine Attacke wurde jedoch verlustreich zurückgeschlagen, so dass auch diese Partie an Nordhalben ging.

Marko Hofmann versuchte an Brett 4 daraufhin, das Blatt zugunsten seines Teams zu wenden. Um mit den schwarzen Steinen in die Offensive zu gehen, machte er große positionelle Zugeständnisse. Als die Kompensation dafür ausblieb, sollten Materialopfer wenigstens noch ein Dauerschach erzwingen. Ein übersehener Zwischenzug verhinderte jedoch auch dies, so dass Nordhalben 1 mit 4,5 Punkten die Begegnung bereits für sich entschieden hatte.

An Brett 3 hatte Matthias Bergmann gegnerisches Druckspiel stets ins Leere laufen lassen und dadurch eine Punkteteilung erreicht.

Der Wettkampf endete mit einer Tragikomödie der Irrungen und Wirrungen: Uwe Voigt erspielte sich an Brett 5 durch eine Zangenbewegung auf beiden Flügeln eine gewonnene Position, verkehrte sie jedoch durch eine leichte Ungenauigkeit, gefolgt von einem groben Fehler, ins Gegenteil. Mühsam kämpfte sich Voigt trotz horrender Zeitnot wieder ins Spiel zurück, was den Gegenspieler so verblüffte, dass er just in dem Augenblick aufgab, als eine theoretische Remisstellung erreicht worden war.

 

Nach dieser 3 : 5 –Niederlage überwintert SVS 1 auf einem Tabellenplatz, von dem es in der laufenden Saison nicht weiter abwärts gehen kann.

Am Freitag, dem 9. 12., findet um 19 Uhr im Lichtenfelser Myconius-Haus eine Besprechung dieser Begegnung statt, zu der auch nicht im Verein organisierte Schachfreunde herzlich eingeladen sind.

 

Prof. Dr. Uwe Voigt

Fotos: Kilian Mager

 

Alle Ergebnisse sind aktuell im Ligamanager ersichtlich.

 


 

20.11.2016Bezirksoberliga - 3. Spieltag
SV Seubelsdorf I - TSV Bindlach Aktionär III :   4 - 4
Lichtenfels

 

Seubelsdorf 1 beendet Verlustserie mit 4 : 4 gegen Bindlach 3

 

 SV Seubelsdorf 1 DWZ - TSV Bindlach Aktionär 3 DWZ 4 - 4
1 3 Bergmann, Matthias 2026 - 5 Benner, Viktor 1882 1 - 0
2 6 Hofmann, Marko 1842 - 6 Hassa, Marcus 1958 0 - 1
3 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1860 - 15 Mühlnikel, Klaus 1527 0 - 1
4 8 Mager, Kilian 1597 - 17 Horn, Alexander 1376 0 - 1
5 9 Kolb, Tobias 1584 - 19 Ebel, Maik 1301 ½ - ½
6 12 Drechsel, Hans-Jürgen 1525 - 20 Dederer, Alexej 1601 ½ - ½
7 13 Bürckmann, Wolfgang 1509 -   unbesetzt   + - -
8 16 Wiemann, Vanessa 1218 -   unbesetzt   + - -
Schnitt: 1645 - Schnitt: 1607

 

Der Neustart außerhalb der Spielgemeinschaft mit Michelau brachte der ersten Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf bislang zwei Niederlagen in der Bezirksoberliga ein. Diese Serie riss nun beim Heimspiel gegen TSV Bindlach Aktionär 3 ab – allerdings weniger deutlich, als eingangs für möglich gehalten.

Beide Teams hatten zwar schon vor dem ersten Zug mit demselben Gegner zu kämpfen: dem Ausfall etlicher Stammspieler. Doch während Seubelsdorf auf engagierte Ersatzspieler zurückgreifen konnte, mussten die Bindlacher die beiden hinteren Bretter unbesetzt lassen.

 

So punkteten die auf internationalem Parkett erfahrene Schülerin Vanessa Wiemann (Brett 8) und der bewährte Veteran Wolfgang Bürckmann (Brett 7) kampflos.

 

Nun musste der Gastgeber aus den verbleibenden sechs Partien nur zweieinhalb Punkte holen, um zu gewinnen. Sarkastisch bemerkte der Bindlacher Mannschaftskapitän daher: „Wir sind gekommen, um zu verlieren!“ Doch kam es anders – die Gäste kamen, sahen einiges und verloren insgesamt doch nicht.

 

Dazu trug nicht zuletzt der Bindlacher Teamführer selbst bei. Mit dessen ungestümem Flankenangriff konfrontiert, versuchte Uwe Voigt am dritten Brett, durch einen taktischen Schlag im Zentrum eine rasche Entscheidung herbeizuführen. Dies gelang auch, aber anders als gedacht: Gegnerische Zwischenzüge nutzten die luftige Königsstellung des Seubelsdorfers aus und verwandelten sein vorübergehendes Springeropfer in einen dauerhaften, partieentscheidenden Läuferverlust.

 

Immerhin einen halben Punkt für seinen Verein holte Jugendspieler Tobias Kolb in einem zähen Endspiel an Brett 5.

 

In der Partie von Marko Hofmann kam es an Brett 3 zu einem typischen Wettlauf auf unterschiedlichen Flügeln. Zwar sicherte Hofmann Gelände auf der Damenseite, entblößte dafür seinen König aber so sehr, dass er zur leichten Beute feindlicher Schwerfiguren wurde.

 

So hatten die Gäste die beiden verschenkten Punkte schon wieder wettgemacht, aber die Waage schien sich doch noch zugunsten der Gastgeber zu neigen: Matthias Bergmann drängte die gegnerischen Figuren an Brett 1 frühzeitig zurück und etablierte einen mächtigen Zentralspringer. Druckspiel auf den Diagonalen und einer halboffenen Linie sowie einige kleine Kombinationen bescherten dem Seubelsdorfer Vorkämpfer schließlich einen Läufer und vier Bauern gegen einen einsamen Turm, dessen Besitzer alsbald kapitulierte.

 

An Brett 4 sah sich Mannschaftskapitän Kilian Mager einem sehr seltenen Abspiel gegenüber. Die Suche nach dem richtigen Plan ließ ihn in Zeitnot geraten; dies führte wiederum zu einem fatalen Fingerfehler, nach dem die Partie nicht mehr zu halten war.

 

Den erneut erreichten Ausgleich hielten die Bindlacher fest: An Brett 6, das eigens für die Bedürfnisse seines beinahe blinden Spielpartners eingerichtet war, mühte sich Hans-Jürgen Drechsel zwar lange, konnte aber nicht mehr als ein Remis erzielen.

 

Der sportliche Weg zu dem für beide Seiten unerwarteten 4:4 bewies jedenfalls einmal mehr, wie integrativ Schach ist: In kaum einer anderen Disziplin können beispielsweise Schülerinnen, Jugendliche, Senioren und Sehbehinderte so gleichwertig an ein und demselben Wettkampf teilnehmen.

Die Nachbesprechung dieser Begegnung findet am Freitag, dem 25.11.2016, um 19 Uhr im Lichtenfelser Myconius-Haus (Kronacher Str. 16) statt. Auch Nichtmitglieder sind dazu herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Uwe Voigt

Fotos: Kilian Mager

 


 

23.10.2016Bezirksoberliga - 2. Spieltag
SC Höchstadt/Aisch I - SV Seubelsdorf I :   5 - 3
Höchstadt

 

 SC Höchstadt/Aisch 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 5 - 3
1 1 Koch, Christian 1930 - 2 Adamovic, Ivan 2133 1 - 0
2 2 Brunsch, Michael 1888 - 3 Bergmann, Matthias 2026 ½ - ½
3 4 Mönius, Alexander 1883 - 4 Schulze, Harald 2082 0 - 1
4 5 Schwarzmann, Tobias 1905 - 5 Gebhardt, Christian 1925 1 - 0
5 6 Schwarzmann, Holger, Dr. 1834 - 6 Hofmann, Marko 1842 ½ - ½
6 7 Mönius, Oliver 1796 - 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1860 ½ - ½
7 8 Gorka, Michael 1691 - 8 Mager, Kilian 1597 ½ - ½
8 9 Schulz, Horst 1640 - 9 Kolb, Tobias 1602 1 - 0
Schnitt: 1820 - Schnitt: 1883

 

Alle Ergebnisse sowie die aktuelle Tabelle sind hier im Ligamanager ersichtlich.

 

Kein Höhenflug in Höchstadt – Seubelsdorfer Erste verliert auswärts 3 : 5

In der zweiten Bezirksoberliga-Runde holte die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf dreimal so viele Punkte wie in der Runde zuvor. Da diese allerdings eine 1 : 7-Niederlage gebracht hatte, reichte es auch diesmal nicht zu einem Mannschaftspunkt.

Dabei gestaltete sich das Auswärtsspiel gegen Regionalliga-Absteiger SC Höchstadt 1 zunächst ausgeglichen.

 


Zum Rundenbeginn war die Schachwelt für Seubelsdorf (rechts, Brett 1 vorne) noch in Ordnung…

 

An Brett 6 sprengte Uwe Voigt eine zentrale Bauernphalanx und wickelte dabei ins Endspiel ab. Nach einem Remisangebot überlegte er so lange, dass dessen Annahme ratsam war.

Auch an Brett 5 wurden bald darauf die Hände geschüttelt: Marko Hofmanns gewohnt schneidiger Angriff war von der allerletzten Verteidigungslinie aufgefangen worden.

Mannschaftskapitän Kilian Mager mühte sich an Brett 7 um einen Königsangriff; ein Konter auf der anderen Brettseite hielt die Stellung jedoch im Gleichgewicht, so dass es auch hier zu einem Unentschieden kam.

An Brett 2 entspann sich ein zäher Kampf um einzelne Felder am Damenflügel, wobei Matthias Bergmann schließlich ebenfalls ein Remis erzielte.

Sehr gut sah es für Seubelsdorf lange Zeit am Spitzenbrett aus. Ivan Adamovic ließ Attacken gegen seinen lang rochierten Monarchen ins Leere laufen und schickte sich seinerseits an, die feindlichen Linien zu infiltrieren. Eine einzige Unachtsamkeit kostete ihn jedoch die Dame für einen Turm. Zwar spielte Adamovic auch jetzt noch weiter; seine leichte Initiative wurde jedoch durch eine Reihe präziser Züge eingedämmt.

Mittlerweile hatte Jugendspieler Tobias Kolb am letzten Brett eine Figur verloren, leistete aber ebenfalls heftige Gegenwehr.

Bis dahin hatte Christian Gebhardt an Brett 4 schwache Felder um seinen König sicher mit Figuren geschützt. Die risikofreudige Aufgabe dieser Deckung war dem Mannschaftsstand geschuldet. Doch nachdem zwischenzeitlich Adamovic und Kolb kapitulieren mussten, wurde Gebhardts Mut nicht belohnt, sondern führte zu einer weiteren Niederlage.

Erfreulicher gestaltete sich die Partie von Harald Schulze. Frühzeitig fügte er an Brett 3 der gegnerischen Stellung Felderschwächen zu und formierte seine Figuren zu immer neuen Angriffswellen. Sein Gegenüber wusste sichtlich nicht, wie ihm geschah, und geriet auch noch in horrende Zeitnot. Souverän holte Schulze den in dieser Saison ersten und bislang einzigen ganzen Brettpunkt für sein Team und verringerte dadurch die Höhe der Niederlage (3 : 5).

Die Nachbesprechung dieser Begegnung findet am Freitag, dem 28.10.2016, um 19 Uhr im Lichtenfelser Myconius-Haus (Kronacher Str. 16) statt. Auch Nichtmitglieder sind dazu herzlich eingeladen.

 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Foto: Kilian Mager

 


 

09.10.2016Bezirksoberliga - 1. Spieltag
SV Seubelsdorf I - TSV Kirchenlaibach I:   1 - 7
Lichtenfels

 

 SV Seubelsdorf 1 DWZ - TSV Kirchenlaibach 1 DWZ 1 - 7
1 3 Bergmann, Matthias 2026 - 1 Singer, Reiner 2069 ½ - ½
2 4 Schulze, Harald 2082 - 2 Chalus, Karel 2048 0 - 1
3 5 Gebhardt, Christian 1889 - 3 Oschetzki, Stefan 2004 0 - 1
4 6 Hofmann, Marko 1842 - 4 Müller, Markus 1958 0 - 1
5 7 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1860 - 6 Koch, Stefan 1900 0 - 1
6 8 Mager, Kilian 1597 - 8 Bodenschatz, Josef 1844 0 - 1
7 9 Kolb, Tobias 1609 - 9 Malzer, Werner 1807 ½ - ½
8 15 Werner, Sebastian 1372 - 10 Doleschal, Johannes 1822 0 - 1
Schnitt: 1784 - Schnitt: 1931

 

Alle weiteren Ergebnisse sind hier im Ligamanager ersichtlich.

 

Holpriger Anbruch einer neuen Ära: Hohe Niederlage gegen Kirchenlaibach

Am 9. Oktober bestritt die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf im heimatlichen Myconius-Haus die Auftaktrunde der Bezirksoberliga. Deren Meister war in der vergangenen Saison eine aus Seubelsdorfer Spielern bestehende Mannschaft geworden; aufgrund einer Spielgemeinschaft mit Michelau blieb ihr der Aufstieg jedoch verwehrt. Nach Auflösung dieser Spielgemeinschaft trat der SVS nun zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder mit einer eigenen Mannschaft an und läutete damit eine neue Ära seiner Vereinsgeschichte ein. Die Gastmannschaft, Absteiger TSV Kirchenlaibach 1, ließ auch gleich etwas Regionalliga-Luft schnuppern.

Für den Gastgeber, dem diesmal einige Spitzenspieler fehlten, erwies sich dies allerdings als sehr starke Brise. Denn die Gäste brachten ihre eigenen Ambitionen rasch und energisch zur Geltung: An Brett 3 strandete Christian Gebhardts König nach einem spekulativen Figurenopfer im Zentrum; ein weiteres Hineinziehungsopfer kostete die Dame und damit den Punkt.

Uwe Voigt büßte an Brett 5 nach missglückter Eröffnung die Qualität ein und versuchte mit allen Mitteln, die Initiative an sich zu reißen. Dabei stieß er auf dynamische Gegenwehr, die ihn im wechselseitigen Mattangriff unterliegen ließ.

An den hinteren Brettern kämpfte tapfer und unverdrossen Seubelsdorfer Nachwuchs gegen weitaus erfahrenere Kontrahenten. Auf aktives Spiel am Königsflügel ohne Rücksicht auf Verluste setzte dabei Sebastian Werner an Brett 8, musste jedoch angesichts abgeklärter Zentralkonter kapitulieren.

 

Für einen der seltenen Lichtblicke dieser Begegnung sorgte Tobias Kolb an Brett 7: Mit originellen Manövern konnte er das Gleichgewicht wahren und ein unerwartetes Unentschieden erreichen.

 

Kompromisslos auf den ganzen Punkt spielte Marko Hofmann an Brett 4. Etwas anderes ließ der Mannschaftsstand auch gar nicht zu. Jedoch fehlte ein geopferter Bauer bis ins Endspiel hinein, in dem Hofmann durch ein Abzugsschach Figur und Partie verlor.

An Brett 2 nahm Harald Schulze ein  Bauernopfer an, das ihn starkem Figurendruck aussetzte. Diesen konnte nur Rückgabe des Materials mit Zins und Zinseszins abschütteln. Den daraufhin vorpreschenden gegnerischen Freibauern war nichts entgegenzusetzen.

Kilian Mager steckte an Brett 6 sogar zwei Bauern ins Geschäft, erreichte aber den gegenteiligen Effekt: Das von ihm angestrebte Dauerschach kam nicht zustande und zuletzt konnte er seinen König nicht vor einem Dame-Turm-Gespann retten.

Bis zuletzt rang Matthias Bergmann an Brett 1 um einen Anschlusstreffer. In einer zunächst verriegelten Position gelang es ihm zwar, eine Linie gegen den feindlichen König zu öffnen und einen Bauern zu gewinnen. Wendiges Gegenspiel verwehrte ihm aber den entscheidenden Durchbruch und sorgte für eine Punkteteilung.

Der Endstand von 1:7 lässt die Frage offen, ob die Seubelsdorfer wie in der letzten Saison nach holprigem Start doch wieder ganz vorne mitmischen werden. Der Kampfgeist der Mannschaft ist jedenfalls ungebrochen:

Nach dem Spiel wies Mannschaftskapitän Kilian Mager darauf hin, dass am Freitag, dem 14. Oktober, um 19:15 Uhr im Myconius-Haus (Kronacher Str. 16) zu Trainingszwecken eine Nachbesprechung der Partien stattfindet.

Zu den lehrreichen Analysen seien auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen, die sich dabei einen Eindruck vom lebendigen Spielbetrieb des SVS verschaffen könnten.

 

Bericht: Prof. Dr. Uwe Voigt
Foto: Kilian Mager

 

 

Quellen: Rabellen und Ergebnislisten aus dem Ligamanager

Klaus Wiemann  | klaus@wiemann-ke.de